Dienstag, 29. Dezember 2009

Wenn ärztliche "Kunstfehler" sich lohnen

Der Mediziner Hirschhausen, der sich seit einiger Zeit als Talkmaster im TV versucht, sagte neulich in seiner TalkShow, der Komiker Mario Bath sei ja bekanntlich kürzlich an den Stimmbändern operiert worden, und fügte launig hinzu, da habe sich der Arzt vielleicht auch gefragt, ob sich ein Kunstfehler lohne.

update: Die Hybris des Eckhart von Hirschhausen

Sonntag, 20. Dezember 2009

Missbrauch des Leistungsbegriffs

Immer wieder mal lassen Prommis im Fernsehen den Begriff Leistungsgesellschaft fallen. Grade neulich beim Reinzappen zum Länderspiel gegen die Elfenbeinküste hörte ich ihn Günter Netzer sagen, im Zusammenhang mit dem Selbstmord von Robert Enke. Was Netzer vorher genau dazu sagte, habe ich nicht mitbekommen, wie er aber sagte, wir leben nun mal in einer Leistungsgesellschaft, klang es so wie üblich: Leistungsgesellschaft als eine Gesellschaft spezieller Menschen, für die Arbeit, Maloche, Leistung, aber vor allem Geld, oberste Priorität hat, und für Sensible, Zweifler, Nachdenkliche und Müssiggänger einfach kein Platz ist. Tatsächlich bedeutet Leistungsgesellschaft eigentlich was ganz anderes. Wie folgender Auszug aus der Microsoft Encarta Enzyklopädie 2000 zeigt.
Leistungsgesellschaft, eine Industriegesellschaft, in der Positionen, Privilegien und Gratifikationen an Individuen oder Gruppen ausschließlich nach der für die Gesellschaft erbrachten Leistung vergeben werden.
Stand, Geburt, Hautfarbe oder Geschlecht scheiden als Zugangs- und Belohnungskriterien in modernen bürgerlichen Gesellschaften aus, da die Gesellschaft von ihren Mitgliedern als gerecht erachtet werden soll.
Kritiker stellen in Frage, ob in den entwickelten Industrieländern die individuelle Leistung tatsächlich für Privilegien, Eigentum, Einkommen oder soziales Prestige verantwortlich ist oder ob nicht gerade diejenigen, die umfangreiche Privilegien genießen, fälschlicherweise der Ansicht sind, außergewöhnliche Leistungen erbracht zu haben. Zum anderen erscheint die Festlegung, was eine gesellschaftlich zu honorierende Leistung ist und wie sie bemessen werden kann häufig als willkürlich. So kann man z. B. beobachten, dass vermögende Menschen ein leistungsloses Einkommen beziehen und in der sozialen Machtposition des Arbeitgebers Leistungsansprüche an andere stellen und durchsetzen können. Umgekehrt macht die Leistung von Schwerarbeitern diese weder reich noch privilegiert. Historisch gesehen basiert in der bürgerlichen Gesellschaft privater Reichtum auf der Benutzung fremder Arbeitskraft.
Karl Marx meinte, vom Gewinn werde auf eine individuelle Leistung des Arbeitgebers zurückgeschlossen, was jedoch ein Fehlschluss sei. Der Lohn dagegen bezahle nicht die wirklich erbrachte Leistung des Arbeitnehmers; würde er dies, dann wäre der Kauf fremder Arbeitskraft unrentabel. Vielmehr orientiere sich der Lohn an den Gegebenheiten des Arbeitsmarktes.


Ich bin nicht in allem mit dem Text einverstanden. Reichtum und Priviligien sind ja Begriffe, deren Inhalt sich erst in Relation konkretisiert. Beispielsweise im Vergleich zu Sozialgeldempfängern sind Schwerarbeiter durchaus reich und privilegiert. Hartz-4-Leute stehen auf der sozialen und finanziellen Leiter ganz unten; im Vergleich zu ihnen ist ein Schwerarbeiter mit seinem Einkommen und seinem gesellschaftlichen Ansehen als Erwerbstätiger durchaus privilegiert.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Kollegen oder Kameraden?

Wieso "Kameraden" statt Kollegen?

Merkwürdig dass die Links nicht mehr funktionieren, die Inhalte also nicht mehr greifbar sind und der Filter der hiesigen Stadtbücherei sperrt die Seiten wegen angbeblich jugendgefährdender Inhalte. Absurdistan ...

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Kann Kabarett politisch links sein?

Gesellschaftliche Missstände zu erkennen und sich dann an den Quellen zu bemühen, die Ursachen dieser Missstände zu beheben, ist links. Sie jedoch zu sehen oder sich berichten zu lassen, was die Masse als gesellschaftliche Missstände empfindet, und dann nicht aktiv an der Quelle, bei den Ursachen, diese Missstände versuchen zu beseitigen, sondern sich statt dessen hinzusetzen und über die Missstände zu lachen, ist natürlich rechts. Oder sogar Geld damit zu machen, sich auf eine Bühne zu stellen um ein Publikum mit diesen Missständen zu unterhalten, ist selbstverständlich noch rechter (der Aktivismus mancher Kabarettisten abseits der Bühne dient meist nur ihrer anschliessenden Vermarktung). Kabarett ist also per se erstmal rechts, weil es mit Missständen Geld macht und zum passiven Konsum, zum blossen Zuschauen verführt. Um das zu kaschieren, muss es sich als politisch links ausgeben. Also links im Rechts. So wie der soziale Flügel in der CDU oder bei den noch rechteren Faschisten.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Gear (engl., sprich: Gier)

Gear, englisch für: Zahnrad, Getriebe, Gang, Zubehör. Des herrschenden Systems.

Übrigens liebe Mainstream-Medien (ARD, BILD, RTL-Pro7-Group, SPIEGEL, ZDF) auch im Wort Neugier steckt das Wörtchen Gier.

Dienstag, 1. Dezember 2009

Mehr Kameras und höhere Strafen bei Gewalt gegen Fahrgäste in Bussen und Bahnen?

In den letzten Tagen gab es in den Medien Forderungen von Politikern nach mehr Kameras und höheren Strafen bei Gewalt gegen Fahrgäste in Bussen und Bahnen. Begründet wurde es damit, dass man den Gewälttätern ausgeliefert sei, weil man in Bussen und Bahnen nicht flüchten könne.

Wäre es nicht angemessener und sinnvoller, statt mehr Kameras und Überwacher zu installieren, der Bevölkerung Gutscheine für kostenlose Kurse in Selbstverteidigung auszuhändigen? Hilfe zur Selbsthilfe (eine beliebte Politiker-Floskel), und quasi das Äquivalent zur Abwrackprämie für Autofahrer: eine Subvention für Fussgänger, Buss- und Bahnfahrer. Vielleicht könnte der sog. Held und Einzelkämpfer von München-Solln noch leben, wenn er, die Kinder die er schützen wollte und die tatenlosen Zuschauer solche kostenlosen Kurse in Selbsverteidigung belegt hätten. Update am 20.Juli 2010: Erst hiess es der Mann sei Justizbeamter, dann er sei Manager. Auf jeden Fall war er im Kickboxen ausgebildet, was an Angriffssport ist, und er soll sich nicht verteidigt sondern die Belästiger aggressiv körperlich attackiert und verletzt haben. Hätte er einen Selbstverteidigungskurs belegt, wäre er auf defensives Verhalten trainiert worden und könnte vielleicht noch leben.

Um welchen Faktor müsste man die Strafen erhöhen bei verbrecherischen und pfuschenden Ärzten?
Patienten in Vollnarkose sind den maskierten, behandschuhten und mit Messern bewaffneten Human-Metzgern in Weiss noch viel hilfloser ausgeliefert. Also Strafen für Ärzte verdoppeln! (Korrektur: im OP tragen die akademischen Täter natürlich keine weissen Westen sondern ihre grüne Tarn-Uniform)
Aber die Verdoppelung von Null bleibt Null. Gewalttätige Ärzte, denen ein Rechtstaat ja regulär erspart bleibt, kann eine Ver-zig-fachung ihrer Strafe egal sein.

Der ORF hat einen sog. Publikumsrat. Wann gibt es Glasnost und Perestroika auch bei ARD und ZDF?

Der Publikumsrat des ORF ist ein Organ des Österreichischen Rundfunks (ORF) und dient vorrangig der Wahrung der Interessen der Hörer und Zuschauer der Rundfunkgesellschaft.
Sechs Mitglieder des Publikumsrates werden von den ORF-Kunden frei gewählt.
Quelle: Wikipedia

Politiker und auch viele andere Funktionsträger dürfen dem Rat nicht angehören. Das klingt doch gut. Warum ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland nicht auch so demokratisch?

Samstag, 21. November 2009

Donnerstag, 19. November 2009

Widerstand ist zwecklos ...

behaupten jene, die mit bestimmten Supraleitern, sogenannten SQUIDs herumhantieren. Das sind völlig widerstandsfreie Super-Detektoren der Generation Y (YttriumBariumKupfer-Supraleiter), die Magnetfelder erfassen können, die bis zu 1 Milliarde mal schwächer als das Erdmagnetfeld sind, also locker den Magnetismus menschlicher Hirnströme aus weiter Ferne erfassen. Bauteile mit elektrischem Widerstand wären da wirklich völlig zwecklos.

Auch brüllt der "kleine Löwe" nicht nur im Peugeot, sondern ebenfalls in Braunschweig.

Und dass Carola und Corolla ein Ergebnis von Carolo sind, hat auch die Zeit gezeigt.
Was die Schweinerei und das miese Spiel beleibe nicht besser aber transparenter macht.

Eigenartige Zufälle

Dieses Bild eines Blogeintrags mit dem Titel "Endspiel" - und eine Woche später gibt der Fussball-Torhüter Robert Enke tatsächlich sein ganz persönliches Endspiel: Einen heranrasenden Zug kann kein Torwart halten.
Anders als das im Link-Titel beschriebene Stück Literatur, in dem die Hauptpersonen zwei Männer zu sein scheinen, zeigt das Plakat nur eine weinende Frau.
Auch die Trauerveranstaltung am 15. November im Stadion von Hannover scheint einen Tag später dort symbolisch eine Entsprechung zu finden. Die Blogtexte dort handeln von anderen Dingen, jedoch Bilder und Titel scheinen Zusammenhänge oder eigenartige Zufälle anzudeuten.

Mittwoch, 18. November 2009

Zum Tod von Robert Enke

Was ist das für ein Gesundheitswesen, wenn Menschen sich lieber vor einen heranrasenden Zug werfen, als sich stationär behandeln zu lassen?

Die deutsche Medizin gibt viel Geld dafür aus, dass Promis im TV Werbung für Darmkrebsvorsorge oder die inzwischen als zweifelhaft erkannte Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs machen. Die deutsche Medizin wendet sich also mit viel Geld an die Öffentlichkeit. Es ist also auch und vielleicht sogar vorrangig die Verantwortung der deutschen Medizin, welches Image psychische Erkrankungen in der Öffentlichkeit haben. Aber diese Verantwortung ignoriert die deutsche Medizin zugunsten lukrativerer Dinge. Eine Medizin mit der Tendenz, jede Abweichung, jeden Abweichler zu pathologisieren, erscheint für die o.g. Herausforderung allerdings auch völlig ungeeignet.

Jemand der es wissen konnte sagte im TV, Robert Enke hatte nur Freunde. Und überall wird gesungen "You'll never walk alone". Dennoch (oder grade darum?) hat Robert Enke sich umgebracht.

Robert Enke war seit Jahren in psychotherapeutischer Behandlung. Was ist das für ein Medizinwesen, das eine Volkskrankheit nicht in den Griff bekommen kann oder will? Für die Erforschung und Bekämpfung von AIDS und Krebs werden seit Jahrzehnten Milliarden ausgegeben. Erfolgreich? Wenn Depressionen angeblich eine Volkskrankheit sind, dann sind davon offenbar mehr Menschen betroffen also von AIDS und Krebs. Wo sind Forschungsgelder zur Bekämpfung von Depressionen? Die Medizin scheint Depressionen nicht heilen zu wollen; allenfalls an Linderung bzw Symptombekämpfung scheint man interessiert.

Robert Enke musste zuletzt oft pausieren, wie es heisst wegen einer chronischen Darminfektion. Wer mal den Fernseh-Koch Schuhbeck in einer Talk Show über die Wirkung von gutem Essen hat bayerisch dampfplaudern hören, der konnte einen theoretischen Eindruck bekommen, wie wichtig Ernährung und Verdauung für die Psyche sind. Die Radio-Moderatorin Fröhlich beispielsweise hat am Ende ihrer Sendungen die Hörer immer mit der Floskel verabschiedet, sie wünsche allen eine gute Verdauung, denn wenn die stimme, dann stimme auch der Rest.

War Robert Enke Vegetarier? Jedenfalls hatte er sich wohl sehr für den Tierschutz engagiert. Viele aktive Tierschützer sind auch Vegetarier. Aber auch Robert Enkes Sozialisation in der DDR könnte darauf hindeuten, dass das Leben in der westlichen Überflussgesellschaft für ihn einige Umstellungsprobleme auch bei der Ernährung bedeutet haben könnte. Eine Darminfektion ist ernster und mehr als eine simple Verdauungsstörung. Wenn man davon ausgeht, dass Enke also vor und nach seiner chronischen Darminfektion auch Verdauungsprobleme hatte, dann hatte das mit ziemlicher Sicherheit auch Folgen für die Versorgung des Körpers mit Vitalstoffen. Und solche Mängel haben Einfluss auf die Psyche. So ist etwa bekannt, dass ein Proteinmangel zu Depressionen führt. Der Mainstream zeigt jedoch kein Interesse, Leuten zu helfen, die ihren eigenen Weg gehen und dabei Probleme bekommen. Viele gucken zu, reiben sich schadenfroh die Hände und warten, dass der Abtrünnige bald reuevoll in den Schoss des Mainstreams zurückkehrt.

In einem privaten Gespräch sagte mir in den 90er Jahren ein Psychotherapeut, er bekomme pro Therapiestunde 50-100 € (manche Krankenkassen zahlen weniger, manche mehr). Mal Hand aufs Herz: Welcher Mediziner / Therapeut lässt einen solchen Fisch von der Angel? Indem er seinen depressiven Patienten auf mögliche Ernährungsfehler hinweist oder das gar genauer untersuchen lässt?
Obwohl manche Probleme nicht selten erstaunlich einfach zu lösen sind, ist es aber vielleicht zu platt, die Ursache für einen Selbstmord allein in einer schlechten Verdauung zu sehen.

Man kann wohl annehmen, dass für Nationalspieler, die bekanntlich viele Privilegien und grosse finanzielle Vorteile geniessen, es einen enormen Überprüfungs- und Konformitätsdruck gibt, was ihr Nationalbewustsein, ihren Patriotismus, ihre Bereitschaft zur Unterordnung angeht. Vielleicht hat man Robert Enke hinter den Kulissen spüren lassen, dass man von ihm unbedingte Unterwerfung und Konformität verlangt (wie jüngst das Bayern-Managment von Lahm nach seinem Interview), ansonsten gibts für ihn keinen Aufstieg. Wer sich die Fussballer der Deutschen National-Elf auf der Trauerveranstaltung in Hannover anschaute, die in ihrer schwarzen Einheitskluft aussahen wie eine Abordnung deutscher Junker, ahnt den elitären Konformitätsdruck und kann nachvollziehen, dass von solchen Leuten kein öffentlicher Individualismus und keine Mündigkeitskultur zu erwarten ist. Für jemanden aus der DDR, der glaubte nun im sog. freien Westen solche Zwänge hinter sich lassen zu können, vielleicht ein grosser Schock, ein Trauma. Da wird es dann eng und das schlägt auch auf den Magen: Von vorne die erdrückende Unterwerfungsmacht des Systems, mit der Alternative, nicht in der Nationalmannschaft spielen zu dürfen, von hinten Schicksalsschläge, wie der Tod des einzigen Kindes und eigene gesundheitliche Probleme, und von der Seite keinerlei uneigennützige, solidarische Hilfe bei der grundsätzlichen Lösung von Problemen.

Wie sagte die ermordete russische Journalistin Anna Politkowskaja: "Unser Staat hat Freude daran, Menschen in Sackgassen zu drängen." Das macht offenbar auch dem deutschen Staat Spass.

"Bereit sein, aufzustehn gegen Böses, bereit sein, das Kartell der Tabuisierer und Verschweiger einer Gesellschaft, die insoweit nicht menschlich sein kann, zu brechen." (Der Chef des DFB, Theo Zwanziger, in seiner Rede auf der Trauerfeier für Robert Enke)

"Die Welt ist nicht im Lot" (Der Landesvater von Niedertrachten, Christian Wulff, auf der selben Veranstaltung. Sollte hoffentlich keine Werbung für die Freimaurerei sein.)

Donnerstag, 5. November 2009

Wo ein Trog ist, sammeln sich die Schweine

Trog auch als Bezeichnung für einen Betrug bzw einen Betrogenen. Das deutsche Sprichwort quasi als Hardcore-Fortsetzung des Sprichwortes: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Denn in Deutschland zieht ein Betrug, ein Betrogener - und dabei geht es nicht immer nur um Geld ! - , also ein Opfer, nicht etwa Helfer und Hilfe magnetisch an, sondern - ähnlich wie ein verwundetes Tier in der Wildnis - schmarotzende Parasiten und humanoide Raubtiere, die leichte Beute wittern. Deutschland halt.

Mittwoch, 4. November 2009

Polizei-Sozialismus

Den Begriff habe ich bei Jorge Edwards gelesen. Ja, ich glaube das ist es, was die NS (Nachdenkseiten) letztlich vertreten: einen Polizei-Sozialismus. Einen Polizeistaat mit sozialem Image. Die Nachdenkseiten sind offenbar für das soziale / sozialistische Image zuständig. Aber: Ein Polizeistaat ist kein Rechtstaat!

Ein paar Beispiele für real existierenden Polizeistaat:

Polizeistaat ist, beispielsweise, wenn Du als Hartz-4-Bezieher ein bisschen mit Farbe in deiner Wohnung herumpinselst - und am nächsten Tag bekommst Du von der ARGE einen Stellenvorschlag für einen Malerjob. Oder nachdem man dich heimlich in deiner Wohnung das erste Mal beim Onanieren beobachtet hat, bekommst Du Stellenangebote als Porno-Darsteller.

Polizeistaat ist, weil die ärztliche Schweigepflicht nur auf dem Papier und als Lippenbekenntnis existiert, tatsächlich die Inhalte deiner Arzt-Patient-Kontakte staatlichen Stellen bekannt sind und auch an Medien lanciert werden.

Polizeistaat ist, weil Ärzte, Anwälte und andere Funktionsträger vor Kontakten mit dir gebrieft werden und Du von ihnen nicht das bekommst, was unvoreingenommen sachlich geboten wäre, sondern was deine geheimen Überwacher wollen das du bekommen sollst.

Polizeistaat ist womöglich auch, dass Polizisten regulär schon fünf Jahre früher als Normalsterbliche in Rente gehen dürfen.

Polizeistaat ist, wenn deine Kleinanzeigen an Schwarzen Brettern und im Internet systematisch entfernt oder sonstwie sabotiert werden.

Polizeistaat ist, wenn deine Fahrzeuge, egal wo in der Stadt du sie abstellst, systematisch, also immer wieder und in gleicher Art und Weise, verändert oder gar beschädigt werden.

Polizeistaat ist, wenn die Ampeln an denen du stehst, willkürlich so geschaltet werden, dass ein Unfall provoziert wird, mit dir als Fussgänger oder Radfahrer auch möglichen tödlichen Folgen.

Polizeistaat ist, weil die Staatsmedien (ARD und ZDF) Polizeiaufgaben übernehmen, also mehr eine Polizei- als eine aufklärende Funktion haben.

Polizeistaat ist, weil in allen gesellschaftlichen Bereichen (auch Justiz, Medizin, Politik, Medien) die Geheimdienste das letzte Wort haben.

Die Abschottung der Medienleute

Die Diskrepanz ist schon sehr auffällig: Während die Medien-Profis uns Normalsterblichen mit Mikrofonen, Kameras, Durch-Decken-und-Wände-guck-Apparaten und GedankenFernlese-Geräten zu Leibe und auf den Geist rücken, uns transparent bis in die Gen-Sequenzen machen, uns durch alle Poren dringen, Hartz-4-Empfängern wird die Wohnung gestürmt und sämtliche Lebensäusserungen durchleuchtet, Florida-Rolf wird öffentlich durchs Mediendorf getrieben, um nur ein paar Beispiele zu nennen, und die Profis erzählen uns ungefragt via Radio und TV, was wir zu tun und zu lassen, wir wir in Zeiten von Fettleibigkeit und Klimawandel zu leben haben, hingegen selbst halten sich diese Profis der Nation mit eigenen Privatheiten sehr bedeckt, schotten sich perfekt ab und werden abgeschottet.
ARD und ZDF nennen sich gerne selbst "öffentlich-rechtlich". Aber nichtmal jene Medienleute, die via Mikrofon und Kamera direkt mit dem Publikum kommunizieren sind wirklich transparent für die Öffentlichkeit, von manchen Radioleuten darf man nichtmal wissen, wie die überhaupt aussehen, geschweige wieviel die verdienen und wie ihr Tagesablauf aussieht. Die anderen Leute in den Redaktionen und in der Technik sind komplett inkognito. Alles also eher recht heimlich bei ARD und ZDF.

Das fiel mir erstmals in einer ARD-Doku über das Reporter-Urgestein Gerd Ruge auf. Der Mann hat sich in seinen Reportagen immer auch dadurch ausgezeichnet, dass er den Leuten sehr persönlich und privat gekommen ist und bis in deren Wohnstuben hineingelassen wurde und mit ihnen gegessen und getrunken hat. Der Dokumentarist über Ruge hingegen konnte sich mit ihm nur an einem neutralen Ort treffen, Ruge wollte ihn nichtmal in seinem Zweitwohnsitz empfangen. Was hat der Mann zu verbergen?
Oder jetzt grade die Sache mit Monika Lierhaus: Grosse Info-Quarantäne. Sonst zerren auch ARD und ZDF alles vor die Kameras und werfen jeden der nicht bei 3 im verfeindeten Ausland ist dem Publikum zum Frass vor, hingegen die eigenen Leute werden abgeschottet wie Geheimnisträger. Wie aktuell bei der Comedy-Frau Gaby Köster. Das ist ja fast schon unheimlich, wie hier eine Parallelgesellschaft existiert: Die der Medien-"Spooks".

Dienstag, 3. November 2009

Held der Information: "Heilung unerwünscht"

Wenn Vitamin B12 als Salbe hilfreich gegen Hautkrankheiten ist, warum fragt und klärt niemand in der TV-Reportage obigen Titels, aber auch nicht ausserhalb, die nahe liegende Frage, ob die Patienten nicht ein Vitamin B12-Mangelproblem haben, das womöglich mit der Einnahme von B12 als Tablette oder per Injektion systemisch behoben werden kann?

Vielleicht ist genau das der Grund, warum die Pharmabranche diese einfache Salbe nicht produzieren will: Sobald die gesunde Salbe die teureren und schädlicheren vom Markt ganz zu verdrängen droht, lanciert die geschädigte Konkurrenz, dass man mit Vitamin B12 als Spritze oder Tablette die Hautkrankheiten vielleicht ebenfalls und viel einfacher in den Griff bekommt. Womit die teuer erworbene Lizenz für die B12-Creme nutzlos wäre.

Damit wäre aber auch der Erfinder der Creme entlarvt als jemand, der eben auch davon profitieren will, den Betroffenen nur einen Umweg zur Heilung anzubieten, für den er dann Transitgebühren kassieren will. Von Vitamin B12 als Salbe bis zur Einnahme als Tablette ist es nicht weit. Das Vitamin kann sich jeder ohne Rezept in der Apotheke besorgen.

Der NDR entpuppt sich mal wieder als Agent der Pharma-Branche, indem in seinem TV-Medienmagazin ZAPP (das sind die, die das Reklameblättchen Apotheken-Umschau hoch gelobt hatten) die natürliche "Wundersalbe" und ihre medialen Befürworter schlecht redet und mit aufgeblasenen Pseudo-Argumenten kritisiert.
Da wird beispielsweise ein Experte aus der Plasberg-Runde nochmal zitiert, der meint es sei absurd anzunehmen, dass ein "blödes Avocado-Öl mit ein paar Vitaminen drin, eine schwere Krankheit aus der Welt schaffen kann".
Werter Experte, das geht genauso, wie ein paar Liter frisches blödes Wasser einen dem Tode nahen, schwer Dehydrierten, also Verdurstenden, in einen lebenden Menschen verwandeln können, oder ein paar Atemzüge blöde Luft einen der kurz vorm Erstickungstod ist, wieder ins Leben zurück holen können.
Dann darf bei ZAPP der Spiegel-Journalist Markus Grill, der mit seinem kahlen Kugelkopf, dem Schnullermund und den grossen, von einer Brille mit dunklem Rand betonten Kulleraugen selbst dem Kindchen-Schema entspricht, sich empören, dass die in der TV-Doku gezeigten Kinder unseriös seien, weil sie mit ihrem Kindchen-Schema die Zuschauer emotionalisieren. Klar, Gefühle haben in Fernsehreportagen über kranke Menschen aussen vor zu bleiben.

Der globale Polizeistaat

Eigenartig: Gestern lebten wir angeblich noch in einer Demokratie und einem Rechtstaat, unter vielen anderen Demokratien und Rechtstaaten, heute nun wird von halboffizieller Seite (ein SPIEGEL-Journalist) ganz nebenbei und wie selbstverständlich das eingeräumt und beschrieben, was ich hier schon seit längerem diagnostiziere: Dass wir Menschen von einem globalen Polizeistaat dominiert werden.

Freitag, 30. Oktober 2009

Staatsgeheimnis

Tatsachen, die gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung verstossen, sind keine Staatsgeheimnisse! Quelle: Link
Darum ist die Offenbarung dieser Tatsachen nicht nur rechtens sondern sogar journalistische und Bürgerpflicht.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Wer Geld hat

In Deutschland wird man nicht für die Arbeit, sondern für die Unterwürfigkeit bezahlt. [modifiziert nach Pio Baroja: Der Baum der Erkenntnis]

Freitag, 23. Oktober 2009

Zeitgleich: Start der Grippe-Impfung, Warnung vor Nanoteilchen

Ob es da auch einen inhaltlichen Zusammenhang gibt?
Wenn ich den Chef des Paul-Ehrlich-Instituts im TV sehe, der verschlagen wie Schweinchen Schlau in die Kameras grinst, haben die Mächtigen womöglich mehr als nur den Impf-Profit im Sinn. Antreten der Bevölkerung zur Injektion mit speziellen Nanoteilchen?

Samstag, 17. Oktober 2009

Die Land-Streicher

Gibt man bei Google oder auch Yahoo bei der Bildsuche beispielsweise den Begriff Pflegenotstand ein, so werden nicht etwa jene fürchterlichen Bilder von verottenden alten Leuten in Heimen gezeigt, wie sie ein Zeit lang im TV gezeigt wurden, nein, es gibt nur sauberes, ästhetisches, gepflegtes Bildmaterial zu dem Thema. Eigenartig, wo es doch immer heisst, das Netz vergisst nie, und im Internet gebe es mehr als was in den alten Medien gebracht werde.
Es scheinen überall und laufend ganze Heerscharen damit beschäftigt zu sein, unsere Medien und die Wirklichkeit schön zu schminken - ganz besondere Land-Streicher.

Freitag, 16. Oktober 2009

Haha: Sarrazin ohne Bargeld

Gebt diesem einäugigen Banditen nur noch Warengutscheine!
Niemand muss einen überprivilegierten Dummschwätzer und V-Mann anerkennen, der wie die Made im Speck lebt und dabei unterprivilegierte Randgruppen anpöbelt.

Freitag, 11. September 2009

Mit schwarzer Schminke für die kleinen Leute kämpfen

Das NDR- / ARD-Medienmagazin ZAPP präsentiert uns allen Ernstes den Wallraff als Vorbild für Nachwuchs-Journalisten. Und diese machen tatsächlich brav eine verbale Verbeugung vor dem vermeinlich grossen investigativen Journalisten.

Meiner - zugegeben subjektiven - Wahrnehmung nach hat Wallraff seine Undercoveraktionen immer erst dann gemacht, wenn die Probleme eigentlich lange auf dem Tisch lagen und teilweise sogar schon gelöst waren. Er hat längst bekannte Skandale eigentlich nur nachträglich noch aus einer Innenschau boulevardesk aufbereitet. So war spätestens seit der 68er APO bekannt, dass BILD ein gefährliches Lügen- und Hetzblatt ist. Um das zu erkennen, zu beweisen oder zu bekämpfen, musste sich niemand bei BILD einschleusen. Jahre später macht Wallraff aber genau das und liefert eine reisserische Anschauung vom Alltag in der BILD-Redaktion. Hat das irgendwas oder irgendwen weitergebracht als Wallraff selbst? BILD-Kritik erscheint viel effektiver und sinnvoller nach Art von BILDblog. Vielleicht hätte Wallraff sich seinerzeit besser um wöchentlich eine halbe Stunde Sendezeit für eine inhaltliche BILD-Kritik im deutschen Fernsehen bemühen sollen.
Auch jetzt kürzlich seine Reportagen aus einem CallCenter und einer Industriebäckerei kamen zu einerm Zeitpunkt, nachdem das Problem längst bekannt war und sogar schon gesetzlich reagiert wurde. Wallraff hängt sich eigentlich nur an längst bekannte und teils geklärte Skandale aber schafft sich mit Hilfe bestimmter Medien ein Image als investigativer Journalist.

Es wird immer gesagt, ab 40 gehört man auf dem Arbeitsmarkt zum alten Eisen und hat kaum noch eine Chance. Komischerweise bekommt der fast 70jährige Wallraff aber immer noch Jobs dort, wo er recherchieren will. Eigenartig ist dabei auch, wie es ihm gelingt, seine Identität zu fälschen. Ausweise, Arbeitspapiere und dergleichen muss er ja vorlegen und kann wohl kaum seine eigenen Originaldokumente verwenden. Woher hat er die gefälschten Unterlagen? Er wird dafür nicht mittels krimineller Kontakte auf dem Schwarzmarkt ein halbes Vermögen bezahlen. Bleibt der Geheimdienst als Quelle gefälschter Identitäten.
Glaubt man einem Titelbild des Zeit-Magazins, dann scheint Wallraff sich momentan als Harrison Ford (Indiana Jones) zurechtgemacht zu haben. Vielleicht will er sich in Hollywood eingeschmuggeln, um die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen der unterbezahlten Drehbuchschreiber aufzudecken und öffentlich anzuprangern, damit die nächste Oscar-Verleihung ordnungsgemäss über die Weltbühne gehen kann. Denn wenn dann wieder deutsche Künstler einen Preis in Hollywood abgreifen, soll die Welt diesen Triumpf deutscher Kultur am Bildschirm mitverfolgen können. Die glänzende Oberfläche Deutschlands wird eben auch am Hindukusch verteidigt in Hollywood poliert. Ein Geheimdienstauftrag wie geschaffen für unseren Undercoverhelden Wallraff.

Bekannt ist auch, dass Wallraff vor Jahren den von Mord bedrohten Islamkritier Salman Rushdie für ein paar Tage privat bei sich aufgenommen hatte. Wegen Rushdie hat es internationale Krisen gegeben und Fluglinien weigerten sich, ihn mitfliegen zu lassen, aus Angst vor Attentaten auf Flugzeuge. Rushdie für ein paar Tage bei sich aufzunehmen, war ohne Einverständis und Schutz durch einen deutschen Geheimdienst sicherlich nicht möglich. Wallraff scheint also eine recht innige Verbindung zum Geheimdienst zu haben. Die Art seiner Aktionen legt das auch nahe. Sich zu verkleiden und schwarz zu schminken, um als Türke durchzugehen. Was würden wir davon halten, wenn sich ein afrikanischer oder türkischer Journalist weiss schminken und blond färben würde, um als deutscher Tourist im Hotel einzuchecken und mal zu testen, wie weisse Touristen in der Türkei oder in Afrika behandelt werden? Lustig, hat aber wenig mit seriösem Journalismus zu tun; warum fragt der die Touris nicht einfach direkt nach ihren Erfahrungen.

Aber vor allem hat sich Wallraff durch etwas anderes für alle Zeiten als seriöser Journalist diskreditiert. Meiner Erinnerung nach gab es gegen ihn einen berechtigten Plagiatvorwurf, weil er eine Passage in einem seiner Bücher tatsächlich nicht selbst erlebt, sondern aus einem Buch eines anderen Autors (Michael Holzach - Deutschland umsonst) abgeschrieben hatte, ohne zu fragen und ohne darauf hinzuweisen. Ein Journalist, der fremde Texte klaut und als seine eigenen Erlebnisse verkauft, hat jedes Recht auf Glaubwürdigkeit verwirkt. Dass diese Dinge von den grossen Medien konsequent verschwiegen werden und auch im Internet nichts darüber zu finden ist, weist ebenfalls auf die geschichtsklitternde Hand am langen Arm eines Geheimdienstes hin.

Warum sollte ein Geheimdienst einen Agenten Wallraff aufbauen? Weil Wallraff damit als vermeintlich linker Aktivist allgemein bekannt wird und sich ihm damit Türen in der linken Szene öffnen, er zum Magnet für linke Leute wird, und in den Medien auch als Stellvertreter und Sprecher angeblich kritischen, investigativen Journalismusses in Deutschland herhalten kann. Wenn so ein angeblich kritischer Journalist beispielsweise behauptet, Deutschland sei ein Rechtstaat, dann gibt es sicherlich Leute, die glauben das dann sogar.

Neulich wurde er im TV gezeigt, wie er mit Rupert Neudeck, dem ehemaligen Chef der Hilfsorganisation Cap Anamur, in der Küche sass und plauderte. Genau solche Leute sind für einen Geheimdienst sicherlich interessant. Der Nachfolger von Neudeck hat bekanntlich vor einigen Monaten einen ziemlichen Eklat mit italienischen Behörden provoziert, indem er afrikanische Flüchtlinge mit dem Schiff aus dem Meer aufsammelte und - laut Vorwurf der Behörden - illegal nach Italien brachte. In Italien wurde dem Deutschen dann später der Prozess gemacht. Solche internationalen Probleme möchte ein Geheimdienst entweder gerne verhindern bevor sie entstehen können, oder aber sie gezielt erzeugen. Bei so einem Küchengespräch könnte ein Agent Wallraff interessante Dinge von einem Organisations-Chef Neudeck erfahren, über interne Machtkämpfe, geplante nationale und internationale Aktionen und über Beobachtungen in den Zielländern. Oder anderes Interessantes im Gespräch mit Rushdie oder mit PKK-Chef Öcalan.

Ich sehe grade eine Werbeanzeige mit Wallraff drauf, wo er für den Spiegel samt Bertelsmann-Konzern wirbt und sagt: "Glauben Sie mir, Sie wollen gar nicht alles wissen." (erstaunlich eigentlich, für einen angeblich investigativen Journalisten)
Manche Vermutung ist so wahrscheinlich, die bedarf tatsächlich kaum einer konkreten Bestätigung.
Ich will mich nicht an Wallraff abarbeiten. Er und bestimmte Medien scheinen mir nur symptomatisch für die Trickserei, Scheinheiligkeit und Kulissenschieberei zu sein, mit der hier zu Lande von den angeblich so seriösen, freien Medien tatsächlich Irrlichter und Trugbilder inszeniert, Wirklichkeit verstellt und das Publikum an der Nase herumgeführt wird.<

Freitag, 14. August 2009

Glamouröse Bastarde: Wie erbärmlich ist das denn?

In der realen Wirklichkeit wird gefühlt jede Woche irgendwo in Europa und der Welt ein bürger- und menschenrechtlich engagierter Zivilist gezielt liquidiert, die Faschisten erschiessen der Reihe nach alle, die ihnen nicht passen, egal ob Frau oder Mann, egal ob in Russland, Tschetschenien, Wien, London oder sonstwo. Und was machen wir?
Wir setzen uns ins Kino und gucken einen Spielfilm in welchem teuer bezahlte Schauspieler Nazis spielen und von gespielten Nazijägern mit Platzpatronen vor der Kamera erledigt werden - und dann hinter der Kamera alle gemeinsam Party machen.

Nein, ich habe den Film noch nicht gesehen aber werde ihn dann bestimmt toll finden.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Äpfel mit Birnen: Ostalgie

Die StaSi war angeblich kein normaler Geheimdienst wie jeder Staat einen hat. Warum nicht? Auch über unsere Geheimdienste wird gesagt, sie seien nicht demokratisch kontrollierbar. Und Schweinereien verbrechen auch westliche "demokratische" Geheimdienste dauernd (Folter und Mord durch die CIA, Einsatz von Gedankenlesegeräten durch deutsche Geheimdienste gegen unschuldige Bürger).
Eine weitere Feststellung zur Kurierung von Ostalgie ist der Hinweis auf die Todestrafe in der DDR noch bis kurz vor 1989. Jedoch gibt es die Todestrafe nicht nur in Japan und den USA, sondern sie steht auch noch in der Verfassung des Bundeslandes Hessen. Zudem ist Lebenserkenntnis, dass auf dem Papier vieles stehen kann - Gutes wie Schlechtes - was in der Wirklichkeit keinerlei Niederschlag findet. Was nützen das schönste Grundgesetz, wenn es real unwirksam ist, was bringt es wenn die Todesstrafe zwar in keinem Gesetz mehr steht, aber heimlich und inoffiziell praktiziert wird? Es ist typisch für unser System, dass es Äusserlichkeiten vergleicht. Es vergleicht den schönen Schein edler Worte auf Papier im Westen, mit der Realität des Ostens.

Kapitalismus ist Pubertät, Sozialismus ist Erwachsensein

In einer Welt des Jugendwahns will niemand erwachsen sein, denn das gilt vielen als langweilig - eben wie der Sozialismus. Alle wollen ewige Jugend, also Dauer-Pubertät. Und weil das persönlich nicht möglich ist, sollen wenigstens die äusseren - also die gesellschaftspolitischen - Verhältnisse so pubertär, so kapitalistisch sein.

Die DDR ein Unrechtstaat?

Ob die DDR ein Unrechtstaat war, weiss ich als Wessi nicht. Aber dass die BRD/West- bzw Gesamtdeutschland ein Verbrecherstaat ist, das weiss ich.

Montag, 29. Juni 2009

Mauer-Tote in der DDR, Hinterland-Tote in Bayern.

Als Indiz für die Unmenschlichkeit der DDR werden die zahlreichen beim versuchten Verlassen des Landes Ermordeten genannt. Diesen Opfern, die wussten, welches Risiko sie eingehen, stehen zahllose Ahnungslose und Unschuldige gegenüber, die in unserem System von Polizeigewalt ermordet wurden und werden.

Donnerstag, 25. Juni 2009

Nicht den Bundespräsidenten, die Intendanten von ARD und ZDF direkt vom Volk wählen!

Wenn Journalisten mächtiger sind als Politiker, wie von vielen wenn nicht den meisten Bürgern gemeint wird (LINK), dann sollten wir nicht über eine Direktwahl des Bundespräsidenten diskutieren, sondern wir sollten die Intendanten von ZDF und ARD Radio und TV direkt wählen können dürfen! Mal ehrlich: Noch schlechter als wie das TV- und Radio-Programm grösstenteils jetzt schon ist, kann es doch kaum mehr gemacht werden. Man stelle sich mal den Schlingensief für vier Jahre als ARD- oder ZDF-Intendanten vor, was soll der am Programm noch verschlechtern? So jemand kann es doch nur besser machen. Die Staatssender sollten zu Bürgersendern werden. Die Vertreter staatlicher Institutionen sollten nicht die alleinigen Inhaltsgeber sein, sondern nur ein Informations- und Unterhaltungsanbieter bei ARD und ZDF unter vielen anderen Staatsangehörigen, also neben den Bürgern nicht über den Bürgern.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Schöne neue Welt

Miranda aus dem 5. Akt von Shakespeares Drama The Tempest:
"O Wunder! Was gibt's für herrliche Geschöpfe hier! Wie schön der Mensch ist! Schöne neue Welt, die solche Bürger trägt!"

In seinem Roman "Schöne neue Welt", aus dem Jahr 1932, beschreibt Aldous Huxley eine zukünftige Welt, in der es gelungen ist, mit Hilfe von Konditionierung und Indoktrination eine perfekt funktionierende Gesellschaft zu erschaffen.

Die Regierungen formten eine Weltregierung. Der Roman spielt in einer Zeit, in der sich der Weltstaat vollständig etabliert hat und fast alle Menschen auf der Erde unter seiner Kontrolle stehen. Es herrscht ein Totalitäres, jedoch nicht gewalttätiges politisches System.

[Journalisten und Insider sprechen seit einiger Zeit von einem real existierenden globalen Polizeistaat, und der Papst forderte kürzlich die Installation einer Weltregierung, was er wohl kaum getan hätte, gäbe es die nicht schon im Hintergrund.]

Eine „primitive“ Kultur wird in einem kleinen isolierten Reservat von der Weltregierung geduldet. Die Menschen im Reservat leben in einer traditionellen Stammeskultur, die natürliche Lebensvorgänge wie Geburt, Krankheit und Altern einschließt

[Der angeblich letzte sozialistische Staat Kuba darf oder muss noch archaisch leben].

Alle Mitglieder der Gesellschaft in der schönen neuen Welt haben eine vorbestimmte Aufgabe
[der allgegenwärtige, von allsehenden Augen und verborgenen Händen erzeugte - also von "Alphas" gemachte - Determinismus für alle, die nicht zu den Alphas gehören].

Die Menschen werden in einer Art Massenproduktion im Labor künstlich „gezüchtet“ und durch Konditionierung auf ihre Rolle vorbereitet. Die Menschen werden in Reproduktions-Fabriken je nach wirtschaftlichem Bedarf in fünf Kasten (Alphas, Betas, Gammas, Deltas oder Epsilons) produziert. Damit keine Menschen mehr auf natürliche Weise gezeugt und geboren werden und der Staat nicht die Kontrolle über Anzahl und Ausprägung seiner Bürger verliert, werden die Menschen konditioniert, natürliche Empfängnis und Elternschaft als etwas Unanständiges aus barbarischen Zeiten zu betrachten
[wie beispielsweise auch: Körperbehaarung ist igitt und äffisch; wer nicht glatt aussieht wie eine Plastikpuppe gilt als Dino, also zum Aussterben verdammt].

Zusätzlich werden die meisten Frauen sterilisiert, die wenigen fruchtbaren Frauen nehmen nach einem festen Ritual Verhütungsmittel ein. Bei der Produktion von Kindern, also neuen Bürgern, wird die Entwicklung der Embryonen je nach der Klasse, der das Kind zugehören soll, gesteuert. Der Herstellungsvorgang besteht aus zwei unterschiedlichen Verfahren für die beiden oberen und die drei unteren Kasten. Im sogenannten Bokanowski-Verfahren wird eine befruchtete Eizelle zur Teilung angeregt, aus der 8 bis 96 Embryos entstehen. Hierbei entwickeln sich Klone, identische Menschen, welche allerdings unterentwickelt sind und sich zu „Gammas“, „Deltas“ und „Epsilons“ entwickeln

[wohl jeder kennt die Dokufilm-Sequenz, in der eine Hohlnadel in eine kugelförmige menschliche Eizelle gestochen und daraus Zellinneres abgesaugt wird, angeblich nur um die Eizelle auf mögliche Gen-Fehler zu untersuchen]. ´
Zukünftigen Mitgliedern niederer Kasten werden zudem gezielt schädliche Substanzen wie Alkohol verabreicht und Sauerstoff entzogen, um ihre Entwicklung zu hemmen und ihre Intelligenz niedrig zu halten. Alphas und Betas entstehen dagegen aus einer ungeteilten Eizelle, sie sind Individuen. Sie werden mit für die Entwicklung wichtigen Substanzen und Impfungen versorgt.

Nach der Geburt werden die Menschen ihrer „Produktionsklasse“ entsprechend konditioniert. Diese Konditionierung beinhaltet als grundlegende Lektionen für alle Kasten:

* Man ist glücklich zu seiner Kaste zu gehören und keiner anderen.
* Alle Klassen sind unverzichtbar für die Gemeinschaft.
* Man kann nur in der Gemeinschaft glücklich sein, Einsamkeit ist etwas Schlechtes
[diese Propaganda läuft ja massiv mehr oder weniger offen in allen Leit- und Massenmedien: Eigenbrötler, Einzelgänger werden negativ dargestellt].

Die Konditionierung findet durch zwei Methoden statt: Einerseits über die Belohnung bzw. Bestrafung von Handlungen
[siehe dazu den Post], andererseits über das Abspielen von Tonbändern mit einfachen, eingängigen Botschaften während des Schlafs der Kinder und Jugendlichen, die „Schlafschule“ [siehe Post "Die Stimme aus deinem Kopfkissen ist weder Geist noch Hirngespinnst"].
Sie stabilisiert die Gesellschaft, indem sie garantiert, dass alle Menschen mit dem System zufrieden sind. Das so vermittelte gemeinsame, einheitliche Weltbild lässt das Individuum ganz in der Gesellschaft aufgehen, nur dort fühlt es sich geborgen
[das geschieht nicht nur durch die mediale Diffamierung von Einzelgängern und Eigenbrötlern, sondern auch indem gewollt die rechtstaatlichen, demokratischen Institutionen zu blossen Attrappen gemacht werden und somit der Einzelne sich nicht wirksam auf seine formalen Rechte berufen kann, sondern nur in einer Gruppe, die Druck machen kann, oder nur durch teure Inanspruchnahme von Experten, eine Chance hat zu seinem Recht zu kommen. Quasi Filz, Vermassung und Bevormundung, statt Individualismus, Demokratie und Eigenständigkeit].

Die gesellschaftlichen Normen fordern von den Bürgern mit kontinuierlich wechselnden Partnern zahlreiche sexuelle Kontakte, die ausschließlich dem Vergnügen dienen sollen

[Huxley kannte offenbar nicht den krankhaften Sexualneid und faschistoiden Konkurrenztrieb der Deutschen. Zwischen oberflächlichem Sex und aus Sexualneid sabotiertem echten Sex anderer Leute bleibt da nicht mehr viel Raum. Darum wohl auch sterben die Deutschen - zu Recht und zum Glück - aus!].

Liebe und emotionale Leidenschaft gefährden nach Meinung der Weltregierung die Stabilität
[denn aus Liebe kann Hass werden, und weil Hass verboten ist, darf es auch keine echte Liebe geben. "Romantik ist Bullshit" wird darum von der Bühne geblökt].

Kunst und Literatur sind durch das „Fühlkino“ ersetzt, in dem auch körperliches Empfinden dem Zuschauer physiologisch übertragen wird

[die immer echtere Simulation von Wirklichkeit ersetzt immer mehr die Wirklichkeit].
Der Handlungsverlauf der gezeigten Stücke ist allerdings ohne tiefere Bedeutung, da aufgrund der emotionalen Verarmung der Menschen die Grundlage für einen anspruchsvollen Inhalt fehlt. Die Geschichten sind daher trivial und gleichförmig auf Action und Erotik ausgelegt.
Um größere Gefühlsschwankungen zu vermeiden, die zu negativen Verstimmungen führen können, nehmen die Menschen regelmäßig Soma ein, eine Droge, die stimmungsaufhellend und anregend wirkt und auch als Aphrodisiakum verwendet wird
[wir haben als allgegenwärtige Alltags-Wohlfühl- und Stimulanzdroge Fernsehen und Radio].

Bildung beschränkt sich auf eine pragmatische, für die Gemeinschaft nützliche Wissensvermittlung. Humanistische Bildung ist gesellschaftlich nicht gewünscht, da sie den Menschen zum Nachdenken anregt und ihm eine kritischere Sicht auf die Welt ermöglicht [siehe Post "Nachdenken"].

Da es nicht im Interesse der Allgemeinheit ist, den Menschen für die Defekte dieser Gesellschaft zu sensibilisieren, wird jede Bildung, die sich auf kulturelle Überlieferung stützt, unterdrückt

[aktuelle Beispiele: Der zerstörerische Brand in der antiken Anna Amalia Bibliothek und der Einsturz des historischen Kölner Stadtarchivs].
„Geschichte ist Mumpitz“ lautet einer der Leitsätze der Weltregierung.

Die offizielle Propaganda über die schlechten Zustände in der „alten Welt“ ist für die allermeisten Bürger die einzige Geschichtskenntnis
[darin überschlagen sich unsere Medien gradezu: wie schlecht es früher allgemein war und noch heute im Ausland ist].

Auch der technische Fortschritt wird eingeschränkt, um die Stabilität der Gesellschaft nicht zu gefährden

[genauer gesagt wird der allgemeine Zugang zu den wirklich nützlichen Ergebnissen wissenschaftlichen Fortschritts eingeschränkt (Beispiel: Thermografie als Diagnoseinstrument in der Medizin). Unbedeutenden Mist bekommen wir hingegen immer up-to-date geliefert].
So werden z. B. arbeitssparende Erfindungen ignoriert bzw. verboten, da Arbeitslosigkeit, selbst bei materiellem Wohlstand, zu Unzufriedenheit führt
[auch ein Lieblingsthema unserer Medien: das wichtige Gefühl bei Lohnsklaven, von Arbeitgebern und der Gesellschaft gebraucht zu werden.

Quelle der Buchzitate: Wikipedia

Dienstag, 23. Juni 2009

Gegnerschaft nicht frühzeitig offenbaren

Die Auffassung es sei unklug, eine Gegenerschaft zum System früh und offen zu proklamieren, ist sicher richtig. Nur, in meinem Fall hat das System ohne Kriegserklärung schon lange heimlich und hinterhältig einen blutigen Krieg gegen mich geführt, da ahnte ich noch nichtmal, dass ich Kritiker als Gegner oder Feind vom System gesehen und behandelt werde.

Mittwoch, 17. Juni 2009

Forbidden Keyword: unzensiert

Der Jugendschutzfilter der hiesigen Stadtbücherei sperrt den Blick auf die Website www.wissenschaft-unzensiert.de
Begründung: forbidden Keyword: "unzensiert"

Samstag, 13. Juni 2009

irre Mediziner

"Rund 70 Millionen Druckseiten medizinischer Fachveröffentlichungen erscheinen weltweit alljährlich, und das Ganze wirkt nicht nur angesichts seines therapeutischen Null-Effekts wie die Hauszeitschrift einer monströsen Irrenanstalt."
[Hans Wollenschläger - "Tiere sehen dich an, oder das Potential Mengele"] gefunden im Kriminalroman "Schweineherz" von Hubert Brieden.

Uiguren in ein "Insel-Paradies" - wie der Spiegel schreibt?

Deutschland habe die Aufnahme der Uiguren verweigert, heisst es. Wurde "Deutschland" gefragt, oder nur der BundesInnenminister? Der Unschuldige wie Verbrecher behandelt, und damit erneut seinen Anspruch auf Seriosität selbstzerstört hat. Ein kaltes Land. Klimatisch wie menschlich.
Und es macht stutzig, dass die Gefangenen offenbar nicht dorthin sollen, wo es bereits eine Exilgemeinde ihres Volkes gibt. Will man sie isolieren? Das verheisst nichts Gutes.
Kann Palau ein Insel-Paradies sein, wenn dort ein Regierungs-Chef ermordert wird und sein Nachfolger Selbstmord begeht? Man schaue sich nur mal bei Wikipedia das Wappen genauer an.
Anderseits wäre der Sprung von der Tropeninsel Kuba ins kalte Deutschland vielleicht wirklich zu extrem.

Samstag, 6. Juni 2009

Faschismus in Hannover

magascene: Sie mögen Hannover tatsächlich nicht?
Margot Kleinberger: Es war als Kind einfach zu schlimm hier. Wenn man sagt, das Lager war schlimm - Hannover war furchtbar.
Die ganzen Lieder wie "Heute gehört uns Deutschland und morgen die ganze Welt", "Und wenn das Judenblut vom Messer spritzt", oder "Deutschland, Deutschland über alles". Es war schlimm wie man hier verfolgt und mit Steinen beschmissen worden ist oder mit dem Judenstern durch die Strassen gehuscht ist.
Die haben alle mitgemacht - alle!
Nein, eigentlich will ich hier nicht leben.
Das ganze Interview

Alte Leute werden betrogen: Während es in der Printausgabe heisst, Frau Kleinberger mag Hannover nicht besonders, publiziert man in der Online-Version, sie hasse Hannover! Man kann wohl davon ausgehen, dass der alten Frau ein Heft als Belegexemplar für das Interview zugeschickt wurde und sie damit zu wissen glaubt, was von ihrem Interview publiziert wurde. Während die Zeitschrift dann online der Interviewten dann andere Worte in den Mund legt. Es gibt im Interview noch eine weitere sehr eigenartige Stelle, wo der Interviewer/die Zeitschriftenredaktion getrickst zu haben scheint.

Samstag, 30. Mai 2009

Kritik oder Trick?

Am 26. habe ich zufällig auf WDR 5 am Abend die Sendung mit Hörerbeteiligung zum Hörspiel "Terrorspiele" gelauscht. Die Anmoderation klang ziemlich brisant, es ging um die Frage, ob der Staat den Terror selbst inszeniert. Ich war ziemlich überrascht, dass diese Fragestellung von einem Staatsrundfunksender behandelt wird und fragte mich, wo da wohl der Haken sein wird, oder ob da wirklich aufgeklärt und aufgerüttelt werden soll.
Das Hörspiel wirkte sehr un-emotional und abstrahiert, es dürften also nur jene Hörer am Radio geblieben sein, die schon zuvor eine konkrete Vorstellung vom Thema haben. Es wurde auch nur 1 Aspekt behandelt aus dem dann eine globale Bedrohung hergeleitet wurde. Das macht nicht jeder mit.
Anschliessend waren zwei Experten (Daniel Ganser und Hans Leyendecker) zum Thema zugeschaltet und dann kamen auch Hörer zu Wort. Während Ganser immer wieder meinte, das Hörspiel sei sehr brisant und werde lange nachwirken, beschwichtigte Leyendecker und wiegelte ab. Die ganze Zeit über habe ich mich immer wieder gefragt, was wohl letztlich das Ziel der Sendung ist.
Das scheint nun dadurch geklärt zu sein, dass das Sendemanuskript nicht per Internet zur Verfügung gestellt wird (Hörspiel und Hörprobe sind nur ein Teil der eigentlichen Sendung), sondern wer sich dafür interessiert, muss dort anrufen und seine Personalien angeben, und als ich im Internet nachschaute war ich überrascht, dass die Anmerkungen zu der Sendung dort weder die Brisanz wiedergeben noch werden die beteiligten beiden Experten Ganser und Leyendecker erwähnt.
Fazit: Es ging offenbar nur darum, bestimmte kritische Personen vor die Lautsprecher zu locken und zum Anrufen zu provozieren um an deren Personalien zu kommen. Das Radio als eine Art geheimdienstlicher "Staubsauger" zur "gesellschaftlichen Hygiene".

Dienstag, 12. Mai 2009

Der SPIEGEL informiert nicht nur nicht, er des-informiert

In einer seiner kürzlichen Ausgaben ist im SPIEGEL ein Artikel über das kubanische Blog "Generation Y" erschienen. Darin wir der Name des Blogs so begründet, dass es eine Generation von Kubanern gebe, deren Vornamen bewusst fast alle mit einem Y beginnen. Der Spiegel weiss es besser, denn auch er gehört zum Netzwerk der Y-Generatoren, also Magnetfelderzeuger, um Gedanken-Fernlesegeräte einsetzen zu können. "Sturmgeschütz der Demokratie" - ein Propagandablatt der Überwachungs-Mafia.

Es scheint eine Lebensregel zu sein: Wahrheiten bekommt man nur von Kindern, Narren und Betrunkenen zu hören, der normale Medien-Mainstream stihlt einem nur Zeit durch Belanglosigkeiten. Dort spielt man Medien-Mikado: Wer sich zuerst wirklich bewegt, hat verloren.

Samstag, 9. Mai 2009

ZDF: Mit der Wahrheit nicht so genau

nimmt es auch das ZDF Heute-Journal. Statt gar nicht zu informieren, wird desinformiert.

Man berichtet über die ausgeweiteten Befugnisse für das BKA, erwähnt insbesondere die denen (angeblich erst) jetzt erlaubte Video-Überwachung in Privatwohnungen und zeigt dazu eine Minikamera, die jedoch tatsächlich nur eine einfache Bastel-Kamera ist, die man für ein paar Euro im Laden kaufen kann. Der Hamburger Strafverteidiger und Menschenrechtsanwalt Gössner hat schon in den 90er Jahren in einem Buch beschrieben, dass die "Sicherheitsbehörden" Kameras in Stecknadelgrösse einsetzen, die durch Wände getrieben werden. Heute verwendet man vermutlich auch haarfeine Glasfasern, die mit dem blossen Auge nicht mehr zu entdecken sind, sowie die hier schon mehrfach erwähnten Durch-Decken-und-Wände-Guck-Geräte. Wenn Journalisten uns in einer Nachrichtensendung dann stattdessen Hobby-Kameramodule zeigen, vom Bastelmarkt um die Ecke, dann ist das unverschämte Desinformation. Das wäre etwa so, als würde man über einen Hai-Angriff berichten und zeigt uns dazu das Bild einer Makrele, oder man meldet eine dringende Rückrufaktion für Autos der Marke U und zeigt uns dazu Bilder von Autos der Marke X. Nicht aus Versehen, sondern immer in voller Absicht.

Alles Lüge

Es ist wahr, daß das Jahr über 300 Tage
in nur 52 Wochen schafft.
Es ist wahr, es ist wahr, daß das Ausland
viel mehr Ausländer als Deutsche hat.
Es ist wahr, daß die Sonne nicht um die Erde,
und der Mond nicht um den Fußball kreist.
Es ist wahr, daß der Gründer von New York
nicht Kamel oder Camel, sondern Stuyvesant heißt.

Das ist wahr, das ist wahr,
aber sonst, aber sonst:
Alles Lüge, alles Lüge, alles Lüge...

Es ist wahr, es ist wahr, die meisten Menschen
wollen nicht in Dortmund leben, sondern essen.
Es ist wahr, es ist wahr, daß die Kühe
das Gras nicht rauchen, sondern fressen.
Es ist wahr, es ist wahr,
daß Hamburg nicht die Hauptstadt von McDonalds ist.
Es ist wahr, es ist wahr, daß der Papst zwar die Pille nicht nimmt,
aber trotzdem keine Kinder kriegt.

Das ist wahr, das ist wahr,
aber sonst, aber sonst:
Alles Lüge, alles Lüge, alles Lüge...

...

Textauszug vom Song Alles Lüge - von Rio Reiser



Keine Ahnung wer oder was K. & P. Poutiainen ist oder sind oder war oder waren. Hoffentlich keine Faschisten. Beim Googeln kommt gar nix oder nur Mist.
Ich verstehe den oben verwendeten Demokratiebegriff als Demokratie im Kapitalismus. Im Gegensatz zum demokratischen Sozialismus oder einer sozialistischen Demokratie.

Freitag, 8. Mai 2009

DLF-Kommentar zum Tag der Pressefreiheit

Wieder eine deutsche Perversion: Kein Wort über eine Reporter-Ethik der Beschaffung von Informationen. Aber eine Menge Zügel und Schranken und Mahnungen an die Folgen zu denken, bei dem was man publiziert. Eigentlich müsste es genau andersherum sein: Ethisch-moralische Selbstdisziplin bei der Beschaffung von Informationen, hingegen beim Publizieren dann alle Wahrheiten raushauen. Weil es hier zu Lande jedoch andersrum läuft werden in den deutschen Medien die wirklich brisanten Tatsachen verschwiegen. Meine Entdeckung und Veröffentlichung des Einsatzes von Geräten zum Gedanken-Fernlesen ist die Entdeckung und Veröffentlichung eines System-erschütternden Skandals. Offenbar zu gross und schon zu weit vom Alltag und der Normalbevölkerung entfernt, um es breit öffentlich zu machen. Ich publiziere hier einen Skandal nach dem anderen, aber ein Journalist hat bei mir noch nie nachgefragt, die schmarotzen lieber aus der Distanz, genauer aus den Nachbarwohnungen. Scheint das demokratische Ufer zu weit weg, schlägt man sich eben auf die Seite der Macht, das verpricht Geld, Gold und ein sorgenfreies Leben. Den Staat erschütternde Skandale aufzudecken, wie immer wieder mal in Italien, ist nicht Sache der deutschen Medien. Wo sind die deutschen "Unbestechlichen"? Ach ja, auch die Aufdeckung des Watergateskandals war nur deswegen möglich, weil die Journalisten Protektion von fast höhester Stelle hatten - ihr Informant war Geheimdienst-Chef. Da können dann eben nur Skandale aufgedeckt werden, die selbst von hochrangigen Geheimdienstleuten als Skandal angesehen werden.
Chomsky hat nicht in allem unrecht. Wenn er in etwa sagt, unsere Journaille sei nicht bürgerrechtlich-investigativ, weil wenn sie es wäre, wäre sie nicht unsere fest angestellte Journaille. Wer demokratisch-investigativ arbeitet verliert seinen Job. Siehe beispielsweise diese Journalistin

Als Sender von Informationen hat man doch eh keine Kontrolle darüber, wer was wann wo empfängt und wie auffasst und was wann aus den Informationen macht. Wenn man die totale Kontrolle darüber hätte, wäre es keine Veröffentlichung mehr, sondern die Weitergabe an Insider, peer-to-peer. Was man wohl kann ist, sich an Standards des WIE zu halten. So differenziert wollte der Kommentator des DLF aber nicht werden. Ihm ging es wohl zuerst oder allein um Einschränkung von Inhalten.

Montag, 4. Mai 2009

Der NDR oszilliert zwischen Narzissmus und Hysterie

Beim Thema Schweinegrippe hat NDR-Info gezielt Ängste geschürt, durch Weglassungen und manipulative Wortwahl. Während Radio Österreich 1 vorige Woche schon die Zahl der Infizierten in Mexiko nach unten korrigierte (von etwa 170 auf 100) und meldete, die US-Gesundheitsexperten wüssten zwar noch nicht genau, wie gefährlich die neue Grippe sei, klar sei aber, dass sie weniger gefährlich sei als die berüchtigte Spanische Grippe vor 90 Jahren. Alle diese Informationen unterschlug NDR-Info lange Zeit und setzte weiter gezielt auf Panik: "NICHTMAL Experten wissen, wie gefährlich die Schweinegrippe wirklich ist."
Wenn hier wirklich mal eine Katastrophe ausbricht, möchte ich nicht auf den NDR als Nachrichtenquelle angewiesen sein.

Der NDR sagt, er sei das Beste am Norden. Also niemand liebt den NDR so wie er sich selbst. Und das lässt er sich gut bezahlen.

Dienstag, 28. April 2009

TV-Gleichschaltung


ARD-Weltspiegel, WDR Aktuelle Stunde, ZDF heute-journal

Montag, 27. April 2009

Warum kritisiere ich ARD und ZDF als Staatsfunk

Weil eine Zwangsfinanzierung durch die Bürger aus einem Medien-Imperium noch keine demokratische Institution macht (so wie aus somalischen Piraten ja auch keine Presssprecher oder Anwälte deutscher Reedereien werden, nur weil sie von denen immer wieder zig Millionen Euro bekommen). Weil die Installation der Intendanten und Direktoren nicht von der Bevölkerung ausgeht sondern von der Politik (die Rundfunkräte sind überwiegend von politischen Amtsträgern besetzt). Weil die Funkhäuser wie BlackBoxes sind - kaum Transparenz für die Bevölkerung. Das ganze System ist relativ abgeschottet und wird also von Oben geregelt und sämtliche wichtigen Posten sind mit Sicherheit mit V-Leuten der Geheimdienste und anderen Machtgruppen besetzt - der Bürger kommt in dem ganzen Spinnennetz nur als Beute oder Manipulations-Objekt vor. Mit diesen Tatsachen wird nicht etwa offen umgegangen, wie es sich für eine Demokratie gehören würde, nein, der Staatsfunkcharakter dieses Imperiums wird vernebelt, verschleiert, nicht eingestanden. Bei der "Aktuellen Kamera" oder dem "Schwarzen Kanal" des DDR-Fernsehens wussten wir immer, da passiert nichts was nicht von der Einheitspartei und Staatsführung genehmigt ist, und man konnte mit dem entprechenden Bewustsein hören und sehen, das waren klare, ehrliche Verhältnisse. ARD und ZDF (warum gibt es eigentlich ARD- aber kein ZDF-Radio?) jedoch stellen sich als demokratische, kritische Medien dar, die der Politik auf die Finger gucken und klopfen. Tatsächlich jedoch sind sie quasi Medienabteilungen der Geheimdienste und anderer Machtinstitutionen. Wenn sie der Politik scheinbar so mutig auf die Finger klopfen so tun sie das eigentlich mit Marionetten der Macht die dafür bezahlt werden, die Sündenböcke zu spielen. Rollenspiele und Bürgertäuschung.

Die Macht hat begriffen,

dass es nicht notwendig ist, alle kritischen Stimmen zu unterdrücken. Im Gegenteil: Es ist weitaus sinnvoller, wenn man sie zu Wort kommen lässt, aber dafür sorgt, dass nur ein kleiner Teil der Bevölkerung ihre Äusserungen zu hören bekommt und der Grossteil ausschliesslich der staatlichen Propaganda ausgesetzt ist.
Quelle: Ein deutscher Journalist in Russland, der das Prinzip wohl schon von zu Hause kennt.

Samstag, 25. April 2009

Die Axt im Haus erspart den Zimmermann

Wozu braucht es eigentlich noch medizinische Gutachter?
Ein paar deutsche Journalisten und eine gute Video-Ausrüstung reichen doch völlig, um Simulanten zu enttarnen!
Wer als Unter- oder Mittelschichtler Krankheit und Behinderung für sich reklamiert, wird nicht von Gutachter zu Gutachter geschickt, da könnte ja dochmal ein seriöses Fachurteil zu seinen Gunsten herauskommen. Viel lukrativer und erfolgversprechender im Sinne der Machteliten ist es ihn heimlich dort zu filmen, wo er es am wenigsten erwartet: Im Bett, auf dem Klo, beim Duschen, und das Filmmaterial dann einer selbsternannten Jury oder der Bevölkerung vorgespielt, die dann per Daumen hoch oder Daumen runter, wie im alten Rom, ihr fundiertes Geschmacksurteil abgibt, ob es sich um einen Simulanten handelt oder um einen echten Kranken.
Der als echt beurteilte Kranke hat das positive Urteil über ihn dann ja schon bezahlt - durch das öffentlich verhökerte Video über sein Privatleben.
Das nennt sich heute - wo sind meine Gummihandschuhe, die Nasenklammer und die Schutzbrille? - deutscher JOURNALISMUS. Offenbar fühlt man sich deutscher Propaganda-Tradition verpflichtet.

Freitag, 24. April 2009

Die GenMais-Lüge des Propaganda- und MedienMainstreams [update 25.04.]

Grade neulich wieder auf Radio NDR-Info eine Sendung mit Hörerbeteiligung und Experten (zwei Experten pro Gen-Tech, ein Kritiker) zum Thema Gen-Pflanzen gehört. Da konnte ein Kieler Forscher unwidersprochen behaupten, der Bt-Mais (also Gen-veränderter Mais mit den Genen des Bazillus thuringenses) erspare die Giftspritze, also die Anwendung von gefährlichen Pestiziden/chemischen Pflanzenschutzmitteln. Das ist jedoch eine suggestive Falschdarstellung, eigentlich sogar wahrheitswidrig!
Tatsächlich ist die Alternative zum Gen-/Bt-Mais eine Bio-Anwendung mit Spritzungen des natürlichen Bazillus thuringensis, der für den Menschen selbst unschädlich ist, nur den schädlichen Maiszünsler umbringt und an Licht und Luft vermutlich relativ schnell abstirbt und allenfalls im Boden überdauert. Das heisst, in der Maispflanze selber wird es weder die Bakterien noch ihr Gift geben. Jedoch der Gen-/Bt-Mais produziert von sich aus das Bazillus-Gift, was dann stets in der Pflanze vorhanden ist, egal ob der Schädling zum Problem hätte werden können und egal ob das Gift im Menschen oder in Tieren zu Resistenzbildungen oder Allergien und sogar Mutationen führen wird - über die Jahre und Jahrzehnte. Der Bt-Mais ist also KEIN Fortschritt gegen die chemische Belastung von Umwelt, Mensch und Tier, sondern lediglich ein Profit-Maximierungs-Projekt auf Kosten gesundheitlicher Sicherheit von Mensch, Nutzvieh und Natur. Es mag ja sein, dass die Produktion des Bazillus in Bio-Tanks nicht billig ist und dass der Bio-Landwirt mehrmals im Jahr spritzen muss, aber er hat eine ständige Anpassungsmöglichkeit an die jeweilige Schädlingssituation und vor allem ist das Ganze kein unnötig gefährliches Experiment mit der Gesundheit der Verbraucher und der Natur. All das wird in den Medien jedoch systematisch verschwiegen. Ich wollte in der o.g. Radiosendung anrufen um das richtig zu stellen, aber der Moderator hat die Call-in-Nummer während der ganzen Sendung nicht mehr genannt. Mag ja sein, dass andere Gen-Tech-Eingriffe vielleicht auch mal sinnvoll sind, aber wenn die Medien sogar die erkennbar schlechten Gen-Technik-Eingriffe als gut darstellen, bleiben sie eine Hure der Macht - also unglaubwürdig.

Donnerstag, 23. April 2009

Schade, Mr. Chomsky

Nur zu gerne wäre ich Ihrer umfassenden und tiefgreifenden Kritik am Mainstream und Medien-Mainstream gefolgt. Und fast jede Ihrer Aussagen ein belegtes Zitat, oder jedes eigene Wort durch Zitat belegt, das schien seriös. Ihre scheinbar gnadenlos neutrale Haltung war wirklich sensationell. Ihre pointierten Statements entgegen der medialen Massenströmung schienen eine Medienverweigerung nicht nur zu bestätigen sondern gradezu anzuraten. Und nun das: Mitten im zweiten Buch (Hybris) das ich von Ihnen lese stolpere ich über einen derben Manipulationsversuch von Ihnen, durch gezielte Unterschlagung von Fakten.
Konkret: Sie behaupten zum Kosovo-Krieg, die NATO habe zuerst bombardiert, erst danach habe Milosevic / haben die Serben mit ihren massiven Greueltaten begonnen, nicht umgekehrt. Also die NATO-Angriffe seien keine Reaktion auf Greueltaten der Serben gewesen, sondern erst der Auslöser dafür. Als Beleg zitieren sie Aussagen des damaligen britischen Aussenministers Robin Cook, übrigens so als sei auch der ein Gegner der NATO-Angriffe gewesen (laut Wikipedia war er jedoch ein vehementer Befürworter), der die Zahl der Opfer durch serbische Behörden und die durch die albanische Untergrundarmee verursachten verglichen haben soll, wobei die Zahl der Opfer durch serbische Behörden sehr viel kleiner sei. Wichtig in dem Zusammenhang ist das Wort "Behörden". Wie ich mich noch schwach erinnere wurden seinerzeit die militärischen Attacken von serbischer Seite hauptsächlich durch private Milizen verursacht, die von wohlhabenden Serben und wohl auch unbekannten Quellen massiv finanziert wurden. Das verschweigen sie in ihrem Buch an dieser Stelle jedoch völlig, sodass für Leser die diese Fakten nicht schon kennen, ein von Ihnen bewusst manipuliertes falsches Bild der Wirklichkeit entsteht. Mag ja sein, dass Milosevic nicht DER Bösewicht und Buhmann ist, als der ihn der westliche Medien-Mainstream hinstellt. Falls es dazu unterdrückte Informationen gibt, hätte ich davon gerne in Ihrem Buch etwas gelesen. Später im Buch, als es um Lateinamerika geht, erwähnen Sie die zunehmende "Mode", militärische Kräfte von Privatfirmen einzukaufen (Beispiel von mir: US-Firma Blackwater im Irak) und erwähnen in einem dürren Satz dass das schon von den Serben seinerzeit im Kosovokrieg so praktiziert wurde. Sie wissen es also besser, tischen uns Lesern aber bewusst verfälschte Darstellungen von Wirklichkeit auf.
Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, welcher Teufel Sie geritten hat, sowas zu tun; ebensowenig wie man mit so einem Verhältnis zu Sachlichkeit und Wahrheit noch ordentlicher Professor sein kann, weiterhin soviele Bücher verkauft kriegt und von scheinbar seriösen Magazinen wie dem SPIEGEL interviewt wird. Immerhin geht es nicht um einen Flüchtigkeitsfehler, nicht um das Übersehen eines kleinen Faktums, sondern um gezielte Falschdarstellung. Wenn tausende Leser daraufhin ein völlig falsches Bild der Wirklichkeit bekommen und darauf schwerwiegende Entscheidungen treffen, ist das fatal. Was kann man Ihnen nun noch glauben? Weil ich das nicht weiss und wissen kann habe ich mich mit Bedauern entschlossen, Ihre weiteren Bücher links oder rechts ungelesen liegen zu lassen. Schade um ihre akribischen Quellenstudien, denn wer belegt heute seine Aussagen schon so detailiert wie Sie; und schade um Ihre auf den ersten Blick doch recht interessanten Statements und Ansichten.

Trotz dieser Unseriositäten eines prominenten Kritikers bleibt der deutsche Medien-Mainstream um keinen Satz eine weniger pseudo-demokratische Propagandamaschine und geheimdienstliche Dreckschleuder.

Dienstag, 21. April 2009

Werbung offenbar zentral gelenkt

Offenbar wird sogar die Werbung hier im Lande zentral gelenkt. Sowas Ähnliches kannte ich bislang nur aus einem sozialistischen Land. Nun hat das Rätseln ein Ende, was geheimdienstliche V-Leute in Werbe-Agenturen zu suchen haben. Warum nicht, wenn man's kann.

Donnerstag, 2. April 2009

Vergoldete Mentalitäten

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold - die Pervertierung journalistischer Tugenden, die doch eigentlich brisante Wahrheiten enthüllen und verborgene Machtstrukturen offenlegen sollen.
Für einen Journalistenpreis hat die Preis-Ikone eine sehr eigenartige Symbolik (man achte auf die linke Hand).

Worüber sollen Journalisten und andere Medienleute den Mund halten? Wohl damit sie weiterhin in goldenen Zeiten leben können. Darüber bzw darüber?

Donnerstag, 19. März 2009

Russische Verhältnisse in Hannover: Buerger-Radio wird abgeschaltet, Will-Merkel-Interview gleichzeit auf rund 10 Radio- und TV-Frequenzen

Und wieder wird ein Stück Informationsvielfalt beseitigt. Nach grade mal 12 Jahren Sendebetrieb auf UKW wird Ende dieses Monats das lokale Bürgerradio abgeschaltet, weil die Sendelizenz nicht verlängert wurde, die bekommt nun ein Privatsender. Davon haben wir ja so wenige.

"On Air war gestern, on-line ist heute," meint man bei Radio Flora, und geht nun ins Internet. Also: Freiluft war gestern, heute hängt man doppelt an der Leine.

Letzten Sonntag Abend gegen 22 Uhr suchte ich im Radio nach Hörenswertem und dachte ich trau meinen Ohren nicht, als ich die Stimme von Anne Will und Kanzlerin Merkel höre, zur TV-Christiansen-Zeit und auf Langwelle. Fernsehton im Radio. Beim Weiterkurbeln konnte ich das Interview noch an weiteren Stellen auf mehreren Wellen hören. Am Ende kam heraus, dass die Talk-Show nicht nur wie üblich gleichzeitig in der ARD und auf EinsExtra ausgestrahlt wurde, sondern in einer Übernahme von Deutschlandfunk und Deutscher Welle. Insgesamt wurde das Interview über alle Radio- und TV-Wellen hinweg samt Internet gleichzeitig auf rund 10 Kanälen gesendet. "Radio Gegenöffentlichkeit" hingegen wird nun abgeschaltet. Staatsfunk total.

Von aussen sieht es wie ein ganz normaler Verwaltungsakt aus, als habe die zuständige Landesmedienanstalt die Sendelizenz nunmal nicht verlängert (warum ist die überhaupt so befristet?), Verwaltung und Beamte eben, wofür die schon ihre regulären Gründe haben werden. Tatsächlich gleichen sich hinter den Kulissen aber die Mittel und Methoden, mit denen auch solche Bürgeraktivitäten, also Vielfalt und Demokratie, vom Machtapparat systematisch kanalisiert und sabotiert werden, wie sie die russische Journalistin Anna Politkowskaja über ihr Land beschrieben hat (Russisches Tagebuch), das ihrer Meinung nach keine Demokratie sei. Auf Grund der Gegebenheiten ist davon auszugehen, dass Radio Flora systematisch von Geheimdienstleuten unterwandert und infiltriert wurde, die von innen her den Sender gegen die Wand gesteuert haben, indem sie alles getan und unterlassen haben, damit Flora über die Jahre fast alle Hörer verliert. Denn so dumm und ignorant können sich keine gesellschaftlich ehrlich engagierten Leute anstellen. Da hat der Geheimdienst-Apparat gezielt die Sache der freien Bürgerbeteiligung im Rundfunk sabotiert. So wird echte Demokratie unmöglich gemacht. Ohne wirklich demokratische Radio- und TV-Medien keine Demokratie im Land. Übrigens sind auch die üblichen Staatsfunksender von Geheimdienstleuten unterwandert und infiltiert, und Moderatoren mit Mobbing-Aufträgen versehen. Allerdings ist deren Auftrag eben nicht, diese Massenmedien gegen die Wand zu fahren, sondern in ihrem Sinne optimal zu nutzen.

Mittwoch, 4. März 2009

Wühlarbeiten im Untergrund

"Gedächtnis der Stadt Köln ist ausgelöscht", sagte der Kölner Oberbürgermeister Schramma nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs.
Der Verlust ist angeblich noch grösser als der "Gedächtnisverlust" der Anna-Amalia-Bibliothek durch den Brand vor einigen Jahren.

Interessant ist, dass beide Katastrophen im Prinzip vermeidbar gewesen wären.

Ob es einen Zusammenhang gibt: Während der Staat einerseits durch totalitäre Überwachung immer mehr privates Wissen stiehlt und ansammelt, verliert er anderseits immer mehr historisch-gesellschaftliches Wissen.
Man löscht aus unserem Gedächtnis, sowohl wie frei und gut Menschen früher leben konnten, aber auch wie tief die Zugriffe der Staatsmacht schon immer waren. Wessen Interessen nützt dieser "Gedächtnisverlust"?

Donnerstag, 29. Januar 2009

SiCKO

Zu Weihnachten nun erstmals den Film SiCKO, von Michael Moore, gesehen. Sehenswert. Hatte bis dahin gehofft, die zeigen den im TV. Der Film gibt eine Ahnung, warum er bislang nicht im deutschen Fernsehen zu sehen war: Zu privatisierungs- und medienkritisch. Denn die Polemiken in US-Medien, gegen Kanada, die Kanadier und deren staatliches Gesundheitswesen erinnern stark an das was man hier gegen das britische Gesundheitswesen betreibt. Deutschland wird in SiCKO nichtmal erwähnt und es tauchen auch keine lebenden Deutschen darin auf. Wohltuend ist auch, dass darin nicht dem Idealbild der aalglatten, sterilen Titelblatt-Gesichter und Vorzeigefiguren gehuldigt wird, wie man sie im deutschen TV sattsam allüberall als Norm vorgezeigt bekommt, sondern fast durchweg wird mit ganz normalen Durchschnitts-Menschen ganz normales Infotainment betrieben.
Vermutlich zeigt man SiCKO irgendwann im Hochsommer in der Urlaubszeit, wenn die Leute am Strand oder im Bett liegen. Oder in ein paar Jahren, wenn der Film nur noch historischen Wert hat.
Zwei Aussagen von Insidern / Experten in SiCKO würde ich als allgemeingültig hervorheben:


Darum wohl sind viele Schulgebäude in erbärmlichem Zustand, wie auch die PISA-Ergebnisse der Schüler, und unser "Gesundheits"wesen bezahlt Ärzte nur dann, wenn wir krank sind.


In einem totalitär überwachten Staat wie dem unseren werden Menschen nur scheinbar übersehen, fallen nur scheinbar zufällig hinten runter, sondern wir werden von den Mächtigen gezielt runter geschubst und unten gehalten. Der angebliche Rechtstaat ist bewusst als Labyrinth angelegt damit wir uns darin totlaufen, also wenn wir nach Jahren am Ende des Instanzenweges mit leeren Händen als Verlierer dastehen, sollen wir so erschöpft sein, dass wir resigniert uns mit dem bescheiden, was das System für uns vorgesehen hat - nämlich: Nichts.

Zu kritisieren gibt es an SiCKO dennoch einiges. So greift das Lob auf ein staatliches, kostenloses Gesundheitswesen divers zu kurz, wie eigentlich bekannt sein dürfte. Das genügt allenfalls den zurück gebliebenen US-Verhältnissen. Auch in einem kostenlosen staatlichen Gesundheits-System sind Ärzte zu Profitgier und Karrieresucht fähig und können sie dort ausleben, indem sie massenhaft zu skrupellosen Körperverletzern, Mördern oder auch nur Pfuschern geworden sind. Hunderttausende Medizinopfer jedes Jahr in Deutschland sind dafür der traurige Beweis. Das Problem Behandlungsfehler im Kontext privater oder staatlicher Medizin wurde von Moore komplett ignoriert. Zeitgemässer hätte er sich mit dem norwegischen und dem holländischen Modell befassen sollen, in denen Ärzte nicht nur dann Geld verdienen, wenn Menschen krank sind. Aber das ist für das deutsche Publikum zu fortschrittlich, für US-Verhältnisse wäre das wohl unzumutbar gewesen.

Auch beherbergt jeder Zentralismus und jede Konzentration - egal ob staatlich oder privat - die Gefahr eines Faschismus. Als aktuelles Beispiel sei genannt die von Staat und Industrie betriebene zentrale Speicherung aller privaten Patientendaten (Gesundheits-E-Card). Moores unkritische Lobhudelei auf staatliche Medizin erscheint daher als Auftragsarbeit staatlicher oder staatsnaher Organisationen.

Ein anderer Kritikpunkt ist seine Darstellung der kostenlosen medizinischen Behandlung der Guantanamo-Häftlinge als erstrebenswert für die alleingelassenen, krank gewordenen Helfer aus den Trümmern des World-Trade-Center. Abgesehen davon dass solch ein Neid auf teils unschuldige Leute, die nur noch ihr nacktes Leben haben, unmoralisch ist, ignoriert Moore oder er kennt sie nicht, die Vorwürfe des Ex-Guantanamo-Häftlings Murat Kurnaz, der beschreibt, dass immer wieder Häftlingen, die auf die Krankenstation gebracht wurden, von Ärzten gesunde Körperteile chirurgisch entfernt worden sein sollen. Wenn Moore also fordert, die medizinisch ignorierten Nine-Eleven-Helfer wollen die gleiche medizinische Behandlung wie die Al-Quaida-Leute im Lager Guantanamo, dann ist das in dem Zusammenhang ziemlich bizarr wenn nicht perves.

Medien-Mafia

Wie aus aktuellem Anlass nebenbei aus einigen Medien zu erfahren war, bekommt eine prominente ARD-Sportmoderatorin (Monika Lierhaus) pro Jahr über 800 000 € für ihren Job. Da bekanntlich Frauen für die gleiche Arbeit immer noch etwas weniger bekommen (man sagt etwa 20%) als ihre männlichen Kollegen, kann man wohl von mindestens 1 Million Euro Einkommen pro Jahr für TV-Sportmoderatoren wie Beckmann, Kerner & Co ausgehen. Macht in 10 Jahren also umgerechnet 20 Millionen D-Mark nur für Sportmoderationen. Was Kerner und Beckmann dann noch mit ihren TalkShows und Werbeauftritten bekommen, dürfte diese sog. öffentlich-rechtlichen "Journalisten" bis zur Pensionierung wohl zu Fast-Milliardären machen. Unfassbar. Unsereins krebst als ärztliches Verbrechensopfer das um strafrechtlichen und zivilrechtlichen Rechtstaat aktiv betrogen wurde, unter anderem auch durch öffentlich-rechtliches Mobbing, mit Hartz-IV durchs Leben und muss sich seine schlechte Laune auch noch vorhalten lassen, und diese öffentlich-rechtlichen Strahlemänner und -frauen sacken nicht nur eine Million nach der anderen ein, tanken im sonnigen Süden gute Laune, während wir hier im eisigen Schmuddelwetter mies drauf kommen; etliche von diesen "Journalisten" oder sonstigen Medienpromis beteiligen sich aktiv an geheimdienstlichem Mobbing, um Mitglieder der Unterschicht unten zu halten, also von den "Fleischtöpfen" mit allen Mitteln wegzubeissen.

Man erkennt, warum die Tagesthemen-Ankerleute so gut drauf sind (Buhrow und Miosga arbeiten jeweils nur zwei Wochen/pro Monat und kommen mit ihrer Kohle offenbar glänzend aus.)

Harald Schmidt soll ja angeblich für seine eine Stunde Sendung pro Woche im Jahr etwa acht Millionen Euro bekommen. Mit Ausfällen wegen Sommerpause und Feiertage kommt er wohl auf etwa 30 Sendestunden im Jahr. Macht ein Honorar von rund eine Viertel Million Euro pro Sendung.

Diese reinen Medien-Fachidioten sind eine Plage. Warum arbeitet der Schmidt nicht hauptberuflich beispielsweise als Matrazzenverkäufer und macht nur nebenbei ein bisschen TV-Comedy? Das täte dem Ganzen sicher ganz gut. Sein Hauptverdienst im TV wäre dann seine nationale Bekanntheit (Betonung auf national). Pocher als allgegenwärtiger TV-Clown ist doch auch eine Plage. Warum ist der im Hauptberuf nicht Obstverkäufer auf dem Wochenmarkt, oder sowas?

Politiker legen sich ihr Einkommen selber fest, wie uns die Medien berichten, aber wer legt èigentlich fest, was die Fernsehleute pro Monat mit nach Hause nehmen dürfen? Darüber lässt man das Publikum gerne im Dunkeln.
Neben der Medizin-Mafia, Justiz-Mafia und der Geheimdienst-Mafia ist wohl die Medien-Mafia ein Bereich mit der Lizenz zum Gelddrucken. Kein Wunder dass die Attacke gegen einen dieser Bereiche auch gleich die Gegenwehr der anderen Bereiche provoziert - im gesamten deutschen Sprachraum, also sogar inklusive schweizer und österreichischer Fernsehleute. Die mafiösen Profies in allen Bereichen machen international gemeinsame Sache und erzählen uns, wir sollen den Gürtel enger schnallen. Wir sind die Beute mafiöser Neo-Feudalherren und -damen. Wann beginnen Aufstand und Rebellion?

Freitag, 2. Januar 2009

Presse, Funk und Fernsehen sind un-demokratische Paläste der Macht.
Die, die immer nach einer - jedenfalls theoretischen - demokratischen Legitimation der Staatsgewalten rufen, halten sich bei der Vierten (Presse, Funk und Fernsehen - d.B.) bedeckt. Da ist niemand da in Deutschland, der sagt, dass muss aber alles demokratisch legitimiert sein.

Quelle: Aus einem Vortrag von Oberstaatsanwalt Klaus Pförtner, Frankfurt am Main, auf einem internationalen Symposium.