Freitag, 31. Dezember 2010

WikiLeaks & die Micky-Mouse-Welt des SPIEGEL

Die aktuelle "Cable-Gate"-Story von WikiLeaks ist ja nun schon ein paar Tage in der öffentlichen Diskussion. Zur Einschätzung des Wertes der Enthüllungen von WikiLeaks gehören auch Überlegungen zum Wahrheitsgehalt. Darüber habe ich bislang im Mainstreamfernsehen noch von keinem deutschen Journalisten Kritisches gehört. Erst der Deutschland-Korrespondent von Al Jazeera, Herr Aktham Suliman, wies grade im Internationalen Frühschoppen der ARD darauf hin (kann man auf YouTube nachsehen), dass man aufgeflogene Spione gemeinhin mit manipulierten oder Falschinformationen füttert. In diesem Sinne ist WikiLeaks und sind seine Informanten, die sog. Whistleblower, quasi wie enttarnte Spione. Es bestehe also eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass WikiLeaks von US-Geheimdiensten gezielt mit falschen oder zumindest in bestimmter Hinsicht ausgewählten Informationen gefüttert werde, um internationale Politik im Sinne der Geheimdienste zu manipulieren und/oder um WikiLeaks als zentrales Whistleblower-Portal international aufzubauen. Denn es ist nun eigentlich so gut wie Konsens, dass die Informationen nicht wirklich schädlich sind für die US-Politik, sondern zum grossen Teil aus Klatsch & Tratsch bestehen (Der SPIEGEL bauscht es auf, wie seinerzeit der STERN die angeblichen Hitler-Tagebücher). Herr Sulimann sagte in obiger Runde auch, dass die eigentliche Politik von den Geheimdiensten gemacht werde und wer glaube, das Weltpolitik auf der Basis irgendwelcher Botschafterbemerkungen gemacht werde, lebe in einer Micky Mouse Welt.

Zu hören war kürzlich auch die Forderung eines deutschen Politikers, das ganze Botschaftersystem abzuschaffen, weil es nicht mehr zeitgemäss sei, denn die Regierungschefs würden heute alle direkt miteinander telefonieren. Womöglich sind die Cablegate-Enthüllugen auf Wikileaks genau dafür gedacht: Das Botschaftersystem diskreditieren und deren Abschaffung bewirken, damit die Geheimdienste als einzige Mittler zwischen den Ländern und Politikern noch exklusiver die Weltpolitik gestalten können.

Wenn ich es auf WikiLeaks richtig gesehen habe, gibt es dort eine Statistik über die Menge der Berichte pro Land/Region/Stadt. Demnach hat WikiLeaks einige "Cables" über oder aus Mallorca und den Kanarischen Inseln zugespielt bekommen, aber nichts (in Worten: Null Informationen) aus und über Kuba oder Havanna. Das sagt doch eigentlich schon fast alles. Im Übrigen macht eine solche Statistik wenig Sinn, denn sie sagt ja nur etwas über die Menge der WikiLeaks zugespielten Berichte aus, nichts aber über die Menge der tatsächlich von US-Behörden erstellten Berichte.

Ein US-Journalist in o.g. TV-Runde wies nochmal darauf hin, wenn man was bekommen/erreichen will, muss man vorher meist etwas geben. Also die geheimen, aber belanglosen Informationen aus den Botschaften, als Bauernopfer, als Gabe, und dafür bekommt der Geber womöglich manipulierte Politiker und macht WikiLeaks gezielt als DIE internationale Enthüllungsplattform weltweit bekannt. Wenn dann dort bald Enthüllungen über China, Iran und Nordkorea auftauchen, dann werden diese Berichte von sehr vielen Menschen auf dem ganzen Globus geglaubt, weil WikiLeaks zuvor vermeintlich auch immer wieder die USA kritisiert hatte.

In dem Zusammenhang ist beispielsweise interessant und im deutschen Radio und Fernsehen nicht thematisiert worden, dass das vor einigen Monaten auf WikiLeaks publizierte Hubschrauber-Massaker-Video aus dem Irak, bei dem auch zwei westliche Journalisten umkamen, ohnehin per Gerichtsbeschluss kurz danach vom US-Militär herausgegeben werden sollte, nachdem die Angehörigen der getöteten Journalisten geklagt hatten. Warum sollte ein Whistleblower im Militär ein Video an WikiLeaks schicken, das vom Militär ohnehin bald heraus gegeben werden soll?

Mit der scheinbar whistleblowerischen Veröffentlichung des Videos auf WikiLeaks könnte aber das Militär selbst Pluspunkte für sich verbucht haben:
Es umgeht die Niederlage vor Gericht und demütigt die Kläger durch Vorabveröffentlichung, es verschafft sich das Image, sich von niemandem (schon gar nicht von Zivilisten) zu irgend etwas zwingen zu lassen und über eigenständige, "heroische", demokratische Kräfte in den eigenen Reihen zu verfügen, die als "Einzeltäter" eben leider auch schon mal gegen den eigenen Apparat agieren, was aber immer noch besser ist, als wenn Kräfte von aussen dem Militär an den Karren fahren. Und last but not least wird mit solchen Aktionen WikiLeaks als vermeintlich USA-kritische, also vermeintlich glaubwürdige Whistleblower-Zentrale aufgebaut, weil weltweit bekannt und berühmt gemacht. Wenn also dort bald Enthüllungen über China, Iran und Nordkorea auftauchen, wissen wir was wohl gespielt wird.
Der SPIEGEL macht wie alle anderen deutschen und die meisten ausländischen Journalisten und Politiker bei der ganzen Inszenierung mit, indem er den Klatsch & Tratsch als Sensation aufbauscht.
Sonst ist die deutsche Journaille sehr knauserig mit der Verlinkung zu Originalquellen und mit Erklärungen wie und wo sie was von wem erfahren hat, aber nun erklärt uns der SPIEGEL ausführlich was die kryptischen Kopfzeilen der "Kabel-Berichte" genau zu bedeuten haben - je egaler Informationen sind, desto ausführlicher erklärt man sie uns. Und die Leser denken: Wow, was sind die Spiegelleute doch für tolle Hechte, was die alles wissen, denen macht keiner ein X für ein U vor. Der SPIEGEL arbeitet selbstverständlich mit den Geheimdiensten zusammen, was veröffentlicht wird, ist als entsprechend gefiltert. Wie sagte die MONITOR-Matrone Sonja Seymour-Mikich in o.g. TV-Runde: Wir Journalisten sind die "Gatekeeper". Türsteher, die immer mehr zu "Bouncern" mutieren (oder treffender: degenerieren): also zu Rausschmeissern.

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Die wunderbaren Möglichkeiten der Telemedizin

Das Loblied auf die Telemedizin ist ja schon etliche Jahre her. Der technologische Fortschritt wird den Leuten erst mit absurden Ideen schmackhaft gemacht, und wenn er da ist, schweigt man besser drüber. Dann kam der sog. Robodoc, der im Namen der deutschen Ärzteschaft Jahre lang unter Heerscharen von Patienten schwere Behandlungsfehler anrichtete, bis er schliesslich eingemottet wurde. Seit dem ist es hier zu Lande ruhig um dieses Thema geworden. Mit dem neuen Standard für Internet-Adressen, IP.v6, wird man jedem Sandkorn eine eigene Adresse geben können.
Telemedizin, das ist wenn beispielsweise ein ärztlicher Spezialist in Berlin, via Internet einen Operations-Roboter irgendwo in Afrika, Indien oder sonstwo bedient, und damit beispielsweise dortigen Jugendlichen eine gesunde Niere entnimmt. Die Niere wird dann mit dem nächsten Flieger nach Berlin transportiert, wo sie vom selben Arzt, der sie per Fernsteuerung irgendwo einem Bewohner eines Entwicklungslands entnommen hat, und dem Empfänger in Berlin eingepflanzt.
Das Ganze hat viele Vorteile: Man spart sich einen Chirurgen vor Ort, hat also weniger Mitwisser und muss den Profit unter weniger Spezialisten aufteilen; und falls die minderjährigen Organspender irgendwann einmal ihren Operateur gerichtlich oder anderswie belangen wollen, dann greift erstens das ausländische Recht nicht, weil der Chirurg nicht auf ausländischem Boden operiert hat, sondern ein paar Schalthebel in einem Raum in Berlin bedient hat und nach Berlin kommt so leicht kein Einwohner eines Entwicklungslandes. Ist das nicht wunderbar modern?

Die Deutsche Ärzteschaft in ihrem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf

Auch solche Ärzte sind eine Schande für alles was sich "Gesundheits"wesen nennt. Montgomery hat offensichtlich ein Problem mit Demokratie, wenn er die Beteiligung der Betroffenen-Seite an Verfahren für eine "Aufblähung" der Verfahren hält. Demokratie und Gewaltenteilung sind also Luft für die Ärzteschaft. Auffälliger Weise ist das aber kein Thema für unsere grossen Medien.

Wo ist das Geld wirklich?

Die aktuelle Weltwirtschaftskrise wurde bekanntlich vor zwei, drei Jahren durch das Platzen der US-Immobilien-Blase ausgelöst; viele Mittelschichtler konnten ihre Hypotheken nicht zurückzahlen. Jedoch was wirklich dahinter steckte, erfuhren wir hier in Deutschland aus den Leit- und Massenmedien jedenfalls nicht.

Zufällig bin ich eben erst im Bonusmaterial des DokuTainment-Films SiCKO von Micheal Moore auf interessante Details gestossen, die bislang wenig öffentlich verbreitete Ursachen für das US-Immobilien-Desaster nennen. Interview mit Elizabeth Warren, Rechtsprofessorin der Harvard Law School:

Die Daten waren wie ein Schlag mit der gusseisernen Bratpfanne. Die Familien gehen Pleite aufgrund von Arztrechnungen! Klar? Die Hälfte der Familien, die letztes Jahr Privatinsolvenz anmeldeten, taten das nach einer ernsthaften Erkrankung. Doch jetzt kommt die Erkenntnis, die mich umgehauen hat: 75% der Familien, die nach einem medizinischen Problem insolvent wurden, waren krankenversichert! Sie hatten sich in jeder Hinsicht an die Regeln gehalten: Gute Ausbildung, guter Job, Haus gekauft, Versicherung abgeschlossen. Doch das System ist so schlecht konstruiert, was die enormen Rechnungen angeht und die eher geringe Absicherung. Die Leute, die wir befragten, hatten zum Teil eine zweite Hypothek auf ihr Haus aufgenommen, um eine Operation zu bezahlen. Viele von ihnen hatten 40 000 oder 50 000 Dollar Kreditkartenschulden gemacht, um ihre Behandlungen und Medikamente bezahlen zu können. Es hatten sich so viele Rechnungen angesammelt, dass sie alles verlieren würden. Sie konnten die 2. Hypothek nicht bezahlen.
Es gibt ein hohes Mass an finanzieller Not, dass wir amerikanischen Familien der Mittelschicht auferlegt haben. Und diese finanzielle Not rührt daher, dass die Leute krank werden. Sie laufen jetzt Gefahr, alles zu verlieren. Auch den letzten Cent. Das Leben, das sie mal kannten, gibt's dann nicht mehr.
Die Botschaft spricht sich herum: Niemand ist wirklich sicher. Bis auf die Multimillionäre ist niemand wirklich sicher.


In einer öffentlichen Veranstaltung mit Politikern und Bevölkerung bringt Michael Moore es nochmal auf den Punkt: Arztrechnungen sind der häufigste Grund für Privatinsolvenzen in den USA. Arztrechnungen sind auch die häufigste Ursache für Obdachlosigkeit in den USA.

Unglaublich aber wahr: Zu den Auslösern und Gewinnern der aktuellen Wirtschaftskrise gehört also auch das kranke US-Medizinsystem (das deutsche nimmt die gleiche Richtung), das total auf Privatisierung setzt, wobei die Tatsache, dass Millionen Amerikaner gar nicht krankenversichert sind, keine oder eine untergeordnete Rolle spielte. Somit wird Obamas Gesundheitsreform, wenn sie im Wesentlichen nur die Krankenversicherung für bislang unversicherte Bürger beeinhaltet, keine Verbesserung dieser Situation bringen.
Auch hier in Deutschland steigen die Rechnungen für Patienten sowie Beitrags- und Steuerzahler. Grade hat die Politik den Ärzten wieder mehrere Milliarden Euro mehr zugeschanzt, die Krankenkassenbeiträge steigen, die Zuzahlungen für Patienten steigen, immer dreister und skrupelloser werden Patienten zu Privatabrechnungen gedrängt und Behandlungen und selbst Untersuchungen werden vergweigert. Das Geld der Verlierer der Weltwirtschaftskrise haben also insbesondere auch die Ärzteschaft und die Pharma-Industrie! Die lachen sich in ihre Fäuste und danken den Medien, dass diese mit dem Finger immer nur auf die Bänkster zeigen.

Montag, 27. Dezember 2010

Journalisten: Gatekeeper oder Staubsauger

Neulich im Internationalen Frühschoppen der ARD zum Thema WikiLeaks meinte die Moderatorin Tina Hassel, WikiLeaks sei wohl wie eine Art Staubsauger, der einfach alle geheimen Informationen ansauge und dann in die Öffentlichkeit puste.
Daran erkennt man, das Frau Hassel offenbar noch nie ihrem Leben staubgesaugt hat und keine Ahnung von dessen Funktionsweise hat. Und MONITOR-Matrone Sonja Seymour-Mikich meinte, Journalisten hätten die Funktion von "Gatekeepern" - also von Türstehern bzw Pförtnern.

Tatsächlich verhält es sich jedoch umgekehrt: WikiLeaks recheriert nicht selber, sondern lässt kommen. Die Informationen fliessen WikiLeaks zu und werden angeblich lediglich gesichtet, sollen nicht zensiert werden und werden auch nicht manipuliert und in keine journalistische Textarbeit eingebaut. Also eindeutige Ähnlichkeit mit einem Türsteher oder Pförtner: Die Leute kommen von selber, der Pförtner wirbt nicht um sie, sondern sortiert und entscheidet allenfalls, wer rein darf.
Hingegen Journalisten recherchieren, beschaffen sich Informationen, saugen sie gradezu auf, kollaborieren dazu mit Polizei und Geheimdiensten, spitzeln und spionieren, hören ab, stehlen geheime Unterlagen. Und sie verarbeiten, filtern sehr stark ihr Input und lassen nur einen kleinen Teil an die Öffentlichkeit durch, nicht selten nur heisse Luft - wie aktuell die "Cable-Gate" Story beim SPIEGEL.

Also WikiLeaks agiert wie ein Pförtner oder Türsteher, die Journalisten hingegen wie Staubsauger: Alle Schrecklichkeiten dieser Welt werden als Information von den Journalisten aufgesaugt, und bei der Bevölkerung landet warme, saubere Luft, die allerdings nicht keimfrei ist. Hingegen WikiLeaks lässt eben auch die schrecklichen Nachrichten zu uns durch. Die einen finden das dreckig, die anderen finden, das ist eben die rauhe Wirklichkeit.

Freitag, 24. Dezember 2010

Zweierlei Mass

Bei der Überwachung seiner Bürger geht der Staat mit der Genauigkeit von Quantenphysikern vor (Gedanken-FernleseApparate in der ganzen Stadt, und Nacktscanner zur Beobachtung der Menschen in ihren Wohnungen), hingegen bei der Gesundheitspflege seiner Bürger geht der Staat mit der Wurstigkeit von Metzgern vor.



Professoren sind Amtsträger, also Vertreter des Staates, aber auch für alle anderen Ärzte trägt letztlich der Staat die Verantwortung. Und auch wenn es sich in diesem Fall "nur" um eine schon 80jährige Frau handelt, vielzuviele Ärzte gehen wie Metzger gegen ihre Patienten vor - egal welchen Alters diese sind.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Quasi-Geheimnisse weil man nie drüber spricht

Die deutsche Journaille streitet ja stets ab, in Deutschland würde es Kampagnen-Journalismus geben. Das vor einigen Monaten zeitgleich massenhafte Hochkommen von Anklagen, Beschuldigungen, Eidesstattlichen Versicherungen und Berichten über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche beispielsweise will die deutsche Journaille nicht als Kampagne wahrhaben. Der Deutschland-Korrespondent von Al Jazeera hat aber grade im Internationalen Frühschoppen zum Thema WikiLeaks (auf YouTube nachzugucken) nebenbei noch mal deutlich gemacht, dass sich die grossen Medien international absprechen um zu einem bestimmten Zeitpunkt mit bestimmten Themen hochzukommen um damit die grosse Party zu machen. Damit offenbart er zwar kein Geheimnis, aber die deutsche Journaille macht durch Verschweigen bestimmte Dinge systematisch zu Quasi-Geheimnissen. Wenig spürt man beispielsweise im TV auch davon, dass die Fernsehanstalten global gradezu totalitär vernetzt sind. Das wird im Fernsehalltag gegenüber den Zuschauern gradezu verschleiert. Wäre den Leuten bekannt, wie extrem die Medien weltweit miteinander vernetzt sind und wie tief die Rundfunk- und Fernsehanstalten uns überwachen, die Bevölkerung würde erschaudern.

Freitag, 17. Dezember 2010

Persilschein zum PrivatDatenklau

Der Aufruf "Jeder hat das Recht .... über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten. ”zur angeblichen "Entkriminalisierung von WikiLeaks" liest sich wie ein raffinierter Freifahrtschein auch zum PrivatDaten-Klau, insbesondere der immer mehr um sich greifenden Methode des technischen Gedanken-Fernlesens mittels supraleitender Antennen (SQUIDs). Ganz egal, ob das ein Text von der UNO ist oder sonstwem: Ich vermisse eine Einschränkung zum Datenschutz von Privatpersonen.

Freitag, 3. Dezember 2010

Vorbild: Das Stuttgart 21-"Forum Romanum"

Nachdem die Gegner und Kritiker von Stuttgart 21 nun endlich auf "Augenhöhe" ihre Sachkritik anbringen konnten, die auch für ein interessiertes Publikum der gesamten Republik nachvollziehbar wurde, und dieses neue demokratische Modell eines "Forum Romanum" durchaus breite Akzeptanz gefunden hat, erscheint es nun Zeit, auch auf Bundesebene grundlegende Probleme in einem solchen Forum Romanum zu diskutieren und zu einem Ergebnis zu kommen - jedoch nicht durch Schlichterspruch, sondern durch eine Volksabstimmung am Ende.
Wie etwa die Gesundheitspolitik, oder die Demokratisierung des Rundfunks. Also die Frage, welches Gesundheitswesen wollen die Deutschen, und welchen Rundfunk wollen wir?
Aber woher soll der Druck - ähnlich wie die regelmässigen Massendemonstrationen in Stuttgart - für einen solchen Prozess kommen, wenn die grössten Kritiker des gegenwärtigen deutschen "Gesundheitswesens" als Ärztepfusch-Opfer unter der Erde liegen oder als iatrogene Behinderte und Krüppel zu Hause oder in Einrichtungen vor sich hindämmern, während die gesunden Bürger nur an sich denken?

Wer kaum noch was hat, dem wird auch das wenige noch genommen

Vor einigen Wochen beim Zappen zufällig im Regionalmagazin aus Schleswig-Holstein einen Beitrag gesehen über demonstrierende blinde Menschen. Die Blinden demonstrierten weil ihnen von der dortigen Regierung ihr Blindengeld drastisch gekürzt wurde. Drei Dinge in dem Beitrag fand ich sehr anrührend: Zu der Demonstration im ungemütlichen Herbst waren auch Blinde aus dem gesamten Bundesgebiet angereist, aus Solidarität. Eine blinde Schleswig-Holsteinerin sagte, auch sie wolle ihren Beitrag zur Sanierung der Staatsfinanzen leisten, aber eine so drastische Kürzung sei zu schlimm (erinnere nicht mehr um welche Betragshöhe es ging, aber es war ein erheblicher Prozentsatz). Ein Blinder hatte sogar seine beiden Glasaugen dem Ministerpräsidenten geschickt.

Und dann lese ich, dass sich die Parlamentarier einiger Bundesländer ihr Salär um mehrere hundert Euro pro Monat selbst erhöht haben, dass die Intendanten unserer Fernsehanstalten bis zu fast einer halben Million Euro Einkommen im Jahr bekommen, und das Fernsehen erzählt uns von Solidarität, Staatsräson, staatsbürgerlichen Pflichten, mehr Eigenverantwortung aber weniger Egoismus usw. Im TV läuft gefühlt jede Woche eine Preisverleihungs-Show in welcher sich die Medien und Prommies selber feiern, sich gegenseitig Preise zuschieben und alle zusammen allein dafür die dicke GEZ-Kohle abreifen, dass Kameras bei der Party dabei sind. Gestern lief beispielsweise die WDR-1Live!-Krone-Show, darin wurden Kronen in Plastikkugeln als Preise verliehen und einer der es wissen musste meinte, die Dinger seien richtig teuer. Für solchen Scheiss wird Kohle rausgehauen. Das Geld für die witz- und geistlose Show, die sich selbst feiernden Prommies und die hässlichen aber teuren Preise hätten sie lieber an Obdachlose spenden und statt dem Show-Käse lieber einen guten ausländischen Spielfilm zeigen sollen.

Donnerstag, 25. November 2010

Bomben vom Geheimdienst und Bekennerschreiben

Schon eigenartig, dass Linksextreme in Griechenland, Al Kaaida-Leute im Jemen, und ein Sicherheitsmann in Namibia zeitgleich auf die Idee gekommen sein sollen, Paketbomben durch Europa zu schicken.
Es heisst es habe Bekenntnisse von Al Kaaida zu den Anschlagsversuchen gegeben. Da Al Kaaida aber angeblich keine fest umrissene Organisation ist, sondern eher ein Prinzip, nach dem Einzelne oder Gruppen handeln, kann sich eigentlich jeder zu irgendwas bekennen und behaupten er sei Al Kaaida - auch Geheimdienstler.
Um nun endlich in einem Abwasch sämtliche in letzter Zeit gestoppten Massnahmen und Befugnisse für Polizei und Geheimdienste mit Nachdruck zu erneuern, wie etwas die Vorratsdatenspeicherung, da passen auch die aktuellen angeblichen Anschlagswarnungen ins Konzept. Eigentlich brauchen die sog. Sicherheitsorgane keine Gesetze für ihre Möglichkeiten, denn sie machen es ohnehin. Die gesetzliche Legitimation erspart ihnen lediglich die Notwendigkeit vor Gericht und der Öffentlichkeit nach anderen Begründungen zu suchen, wie man beispielsweise den Verdächtigen auf die Spur gekommen ist.

Polizei wird gebauchpinselt

Immer mal wieder tönt es aus den Medien, die Polizei schütze unseren Rechtstaat; und die Terroristen würden unseren Rechtstaat attackieren. Welch Unsinn.
Genauso könnte man sagen, die Finanzämter schützen unser Steuersystem, oder die Supermärkte schützen die freie Marktwirtschaft. Die Polizei ist ein Werkzeug der Herrschenden und nur ein Teil dieses angeblichen Rechtstaates. Die deutsche Polizei gabs auch schon vor 70 Jahren und da war sie Teil des Unterdrückungs- und Vernichtungs-Apparates. Terroristen greifen bestimmte Einrichtungen oder Personen an, begehen also Delikte gegen bestimmte Gesetze, aber können nicht etwas Virtuelles wie einen Rechtstaat angreifen.
Wenn schon Bauchpinselei, dann doch bitte nicht mit offensichtlichen Lügen und Verarschung und Verdummung der Öffentlichkeit.

Der Sieg in Afghanistan

Zwei Basics der Berichterstattung, die aktuell für Afghanistan relevant sind:
Die Militärs finden, dass Taten wichtiger sind als Worte. Aber wenn's wirklich schlecht liefe, dann müsste man wenigstens medial gut aussehen. Hingegen wenn's gut läuft, dann kann man es sich nicht nur leisten, die Lage als schlecht dar zu stellen, es empfiehlt sich sogar, das zu tun. Denn das schafft Mitleid in der eigenen Bevölkerung, es wiegt den fast besiegten Feind in Sicherheit und verhöhnt ihn auch gleich noch dazu, und es hilft weitere Gelder locker zu machen, angeblich um die Ausrüstung zu verbessern. Wenn also plötzlich seit einiger Zeit selbst das Militär davon spricht, man könne den Krieg in Afghanistan nicht gewinnen, die Lage sei aussichtslos, man werde sich bald zurück ziehen, dann kann man davon ausgehen, dass das Gegenteil der Fall ist. Wäre die Lage wirklich schlecht, würde man sie als gut darstellen, wie im Falle Irak geschehen.
Zweites Basic: Das Militär zieht sich vielleicht bald zurück, aber man setzt eine viel effektivere Waffe ein, mit der man auch schon die Bevölkerungen in den eigenen Ländern im Griff hat: Man rekrutiert und privilegiert eine möglichst grosse Zahl von Zuträgern, Informanten, Spannern, Spitzeln, V-Leuten, welche die afghanische Gesellschaft dann durchziehen wie ein Pilz-Geflecht ein Stück Brot, zerstört so das Vertrauen der Afghanen untereinander und liquidiert dann gezielt durch Polizei oder Geheimdienste jeden als aufständisch erscheinenden Afghanen. Die westlichen Medien berichten dann noch weniger drüber als jetzt schon, weil ohne eigene Soldaten im Land lässt das Interesse ganz nach. Ein paar von Drohnen gesprengte heimliche Treffen von mutmasslichen Taliban, und die Angst und das Mistrauen geben dem Westen eine gut regierbare Gesellschaft in die Hand. Da kann man dann ganz bescheiden den eigenen Bevölkerungen gegenüber einräumen, der Krieg in Afghanistan sei nicht zu gewinnen gewesen, man habe riesige Verluste hinnehmen müsssen, man habe das alles endlich eingesehen und ziehe sich resigniert und bescheiden zurück.

Montag, 22. November 2010

Unbefriedigend: rein türkischsprachige Sendungen im deutschen Radioprogramm

Im RadioSender Funkhaus Europa gibt es erfreulicherweise MultiKulti mit einem manchmal richtig guten Musikprogramm. Aber auch einige Sendungen in denen das gesprochene Wort im Vordergrund steht, sind manchmal ganz interessant.(Dass der ganze Laden ein integraler Teil des staatlichen und sogar globalen Überwachungs-Faschismus ist, ist die nicht so ohne weiteres zu ändernde Basis aller staatlichen Mediengewalt). Also auf dieser Basis, mit seinem ebenfalls grundsätzlich dem entsprechenden Programm, ist das was FH EU bringt, noch das kleinere Übel unter den deutschen Radio-Sendern. Üblich sind dort auch Sendungen in denen Moderatoren mit ausländischen Wurzeln moderieren (auf deutsch) und Musik aus ihrem Herkunftsland spielen, dazu deutsche Übersetzungen oder Erläuterungen bringen, sich mit ehemaligen Landsleuten auf deutsch über ihr gemeinsames Herkunftsland unterhalten und auf diese Weise gut verständlich ihre dem deutschen Normalbürger fremde Kultur vermitteln. Dazu gehört beispielsweise eine Sendung wie am Samstag der Balkanizer. Eine Stufe exotischer ist es auch noch ganz interessant, wenn etwa sowohl in griechisch und italienisch kommuniziert und moderiert wird und die deutsche Übersetzung mitgeliefert wird. Also alles gut verstehbar für den deutschen Normalbürger, und es wird ganz klar eine Brücke geschlagen zwischen Migranten und deutschstämmigen Hörern.
Allerdings gibt es am Sonntag Nachmittag mit der Sendung Cafe Allaturka eine nahezu komplett in türkisch versendetes Programm. Da kann man als nicht türkisch vestehender Hörer auschalten, weil auch die Musik meist Text betont und ohnehin nur Pausenfüller zwischen den Moderationen ist. Was soll so eine Sendung, die nicht türkisch verstehende Hörer zum Abschalten nötigt? Weder möchte ich zum Lernen einer Fremdsprache genötigt werden, noch die türkische Sprache als allmähliche zweite Amts- oder Verkehrssprache akzeptieren - da hätte ich andere Prioritäten. Ich finde sowas nicht aktzeptabel, so wie ich auch eine Sendung nicht akzeptabel fände, in der Computer-Programmierer sich in einer für Normalos nicht verständlichen Programmiersprache nur an Programmierer als Hörer wenden würden.
Allerdings den mehrstündigen fremdsprachlichen Nachrichtenblock am Abend finde ich zwar auch störend, weil eine Unterbrechung des Musik- und verständlichen Wortprogramms, aber noch eher hinnehmbar. Vielleicht weil das deutschprachige Radioprogramm gröstenteils ohnehin Mist ist, vielleicht weil es keine Sprache/Nation bevorzugt/hervorhebt, vielleicht weil zu der Zeit ohnehin allmählich Fernsehen angesagt ist, vielleicht weil ein Service für fremdsprachliche Gäste im Land einfach ein Stück Gastfreundlichkeit ist.

Dienstag, 16. November 2010

"Haste mal nen Euro?"

"Nö, aber meine Stimme kannste kriegen, " denn die kost mich nix, tut aber meinem Image gut.

Kommt mir vor wie eine Aktion nach dem Motto:
"Brot für die Welt, aber die Wurst bleibt hier."

Unter den prominenten Unterstützern obiger Aktion sind auch eine Menge Arschlöcher und Lügenbolde, die hier im Lande aktiv im Hintergrund dabei mitwirken andere Leute um ihre Grundrechte und gesetzlichen Ansprüche zu bescheissen, aber sich auf der Bühne als empathische, solidarische, sozial engagierte Prommies darstellen.

Montag, 15. November 2010

Hamm se mal 10 Cent für mich?

Mal angenommen ich würde für mein langjähriges Whistleblogging von jedem potentiell noch oder schon lesefähigen Bundesbürger einmalig 10 Cent bekommen; und nehmen wir weiter an das wären nur die Hälfte der 80 Mio Einwohner Deutschlands, dann bekäme ich immerhin 4 Mio €. Ne ganze Menge Schotter, oder?

Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk argumentiert gerne, sein Angebot koste die Hörer und Zuschauer nur rund 50 Cent pro Tag. Das ist immerhin das Fünfache wie im obigen Beispiel; und das nicht nur einmalig, sondern jeden Tag; und nicht als freiwillige Spende sondern als Pflicht. ARD und ZDF bekommen daraus jedes Jahr rund 7 Milliarden Euro! Dafür leiten die ziemliche Scheisse durch ihre Kanäle in unsere Wohnzimmer:
Deutsche Fernseh-Serien die wie McDonalds seine Buletten am Fliessband produziert werden und auch genauso fad und inhaltlich bedeutungslos sind. Nachrichten, Talk-Runden und Dokus die uns belügen und informationell auf Diät setzen. Die Wetterberichte werden zur minutenlangen Entertainment-Shows aufgebauscht und von Show-Leuten präsentiert. Quiz-Shows in allen Variationen (die 9live-Werdung von ARD und ZDF), in denen Prommies sich für viel Geld den Hintern breit sitzen. Sport und Deutsche Selbstbespiegelung und Geschichte bis zum Erbrechen; der Rest der Welt kommt kaum noch vor, es sei denn als weltspiegelnde Fussnote die den Insassen dieses Landes nur zeigen soll wie schlimm es woanders ist, also wie gut selbst Unterschichtler es doch hier im Lande angeblich haben. Selbst arabische Sender wie Al Jazeera sind fortschrittlicher, toleranter: dort moderieren sowohl verschleierte als auch unverschleierte, westlich gekleidete Frauen; im deutschen Fernsehn undenkbar. Im brasilianischen TV treten Inder im Studio auf, obwohl Brasilien und Indien kaum weiter voneinander entfernt sein könnten. Im deutschen Fernsehen ist der einzige indische Typ seit Jahren der Herr Yogeshwar, obwohl beide Länder auf dem selben Kontinent liegen.
Wann wurde das letzte Mal im TV ein aktuelles Konzert für junge Leute übertragen? Ich kenne keines. Zu Sylvester bringt 3sat rund um die Uhr olle Konzertkamellen für Beamte mit viel Tages- und Nachtfreizeit oder das abgehängte Prekariat. Das Radio müllt uns mit Mainstream-Dreck die Ohren und die Birne dicht, dazwischen mobben Moderatoren für viel Geld die Abweichler. Ein Grossteil der Sendungen werden durch alle Kanäle gespült und zigfach wiederholt. Und das also soll deutsche Leitkultur sein? Ich muss kotzen. Zugegeben, es gibt auch Perlen guter TV-Unterhaltung, gute Spielfilme die gesendet werden, gute Dokus und Magazine. Aber für 7 000 Mio. Euro ist das sehr dürftig.

Kurz, das deutsche Fernsehen und Radio der Gegenwart ist eine Mischung aus Zeitvertreib für Altersheimbewohner und Kasernen Uniformierter (und Uninformierter), ein mainstreamiger Medien-Sturmschnitt und eine Resterampe für einen Rentner- und Polizeistaat.

Montag, 8. November 2010

Die Morddrohungen häufen sich [Ergänzungen am 16.11.]

Die Anzahl der Morddrohungen haben aktuell eine beunruhigend hohe Frequenz erreicht; und sie kommen aus den und via die Medien, sonst würde ich das nicht hier im MedienBlog schreiben.
Und vor rund zwei Wochen waren während meiner Abwesenheit Leute heimlich in meiner Wohnung. Keine Ahnung was die wollten; vielleicht als Warnung.
Wie sagte die Anti-Korruptions-Untersuchungsrichterin Eva Joly im Vorwort ihres Buches: "In keinem Land begrüsse ich die Übersetzung meines Buches mehr als in Deutschland." Das Zitat ist ein Ausdruck dafür, dass auch sie als europäische Richterin befindet, dass die deutsche Justiz in einer ganz grossen Sache versagt habe und sie darum den Weg der Publikation gehen muss, um die Öffentlichkeit aufzuklären. Und sie sagte, dass ihre Zeugen gegen die Korruption sich sogar vor der Polizei fürchteten, weil sie wissen, dass die heimliche Macht auch dort ihre Leute hat; und die Zeugen hätten kein Vertrauen in die Institutionen, weil die heimliche Macht mächtiger sei als diese.

Ich whistleblogge nicht beruflich, sondern privat; und ich verrate keine mir unter dem Siegel der Verschwiegenheit anvertrauten Geheimnisse, sondern selbst gemachte Beobachtungen und selbst gezogene Schlussfolgerungen aus Aktionen die primär gegen mich gerichtet waren und sind, um mich als Opfer zunächst ärztlicher und dann auch juristischer, polizeilicher, medialer, politischer und geheimdienstlicher Verbrechen recht- und machtlos zu halten, indem man mich um meine gesetzlichen Rechte und Ansprüche betrügt, nach dem uralten Prinzip wie die Weissen schon immer die Indianer und Schwarzen bescheissen: Man nimmt den anderen ihre Gesundheit und Eigenständigkeit, und "entschädigt" sie mit wertlosen Glasperlen - in meinem Fall mit denen medialer Aufmerksamkeit. Ich habe keine andere Pflicht als die selbstempfundene gegenüber meinen entrechteten und versklavten Mitmenschen.

Freitag, 5. November 2010

Das Fernsehen als ABM-Massnahme für Prommies

Es breitet sich wie eine Seuche aus und scheint eine gigantiche GBM (Geldbeschaffungsmassnahme) für die Prommies des Landes zu sein: Immer mehr Fernsehsender streichen gute Filme aus dem Rest der Welt aus dem Programm und zeigen statt dessen deutsche Promminente aus Musik- und Showbiz, Presse, Funk, Fernsehen, beim Quizzen, Rätseln und Raten, Stadt-Land-Fluss-spielen und erdreisten sich, uns das als Fernsehunterhaltung unterzujubeln. Was die Prommies sich pro Minute Sendezeit an GEZ-Geldern auf ihre Konten quizzen, verdienen manche Normalmenschen mit richtiger Arbeit vielleicht nichtmal in der Stunde.
Das Fernsehprogramm besteht nur noch aus deutschen Arzt- und Polizei-Serien, QuizShows, deutschen Selbstbespiegelungs- und Geschichts-Dokus bis zum Erbrechen, und Nachrichten-Bratkartoffeln die von überbezahlten Geheimdienstlern zubereitet werden. Aber alles chic verpackt.

Wer GEZ zahlt unterstützt den gigantischsten Überwachsapparat seit Menschengedenken

Gemeint ist nicht die Schnüffelstelle GEZ, sondern Rundfunk und Fernsehen selbst - egal ob privat oder öffentlich-rechtlich. Der Verbindungsmann von Pro7 zur ARD, Stefan Raab, sagte kürzlich selbst, mit den Privaten und Öffentlich-Rechtlichen wächst jetzt endlich zusammen, was eigentlich sowieso zusammen gehört. Und das Ganze ist eine globale Sache.

Gesellschaften

Neulich beim Durchzappen hörte ich auf N24 die Charakterisierung einer Gesellschaft, und dachte zunächst, der Sprecher beschreibt ziemlich gut Deutschland, die harte deutsche Gesellschaft. Bis klar wurde, es war eine Beschreibung der Hells Angels.

Montag, 1. November 2010

Es gibt nicht zu wenig Organspender

, es gibt vielmehr zu viele Organ-Bedürftige. Diese VersorgungsMentalität mit Organen muss aufhören!

Zu sagen es gebe zu wenig Organspender erscheint mir ungefähr so als würde ein Übergewichtiger sagen er sei nicht zu schwer, er sei nur zu kurz geraten für sein Gewicht.
Was beim Übergewicht der nicht veränderbare Massstab ist, nämlich die Körpergrösse, ist im Bereich Organspende das nicht erwünschte Sterben junger gesunder Menschen, die als Organspender dienen sollen, denn Organe von Alten und Kranken werden nicht gebraucht. Nein, nicht die Versorgung mit immer mehr Organen muss ausgeweitet werden - denn sie bedeutet den Tod junger gesunder Unterschichtler nützlich zu finden - sondern die Nachfrage nach immer mehr Organen muss verringert werden.

Gibt es eine Statistik wieviele der durch unnötige Krankenhausinfektionen und anderen Ärztepfusch jährlich zu hunderttausenden chronisch krank gemachten Opfer dadurch auch zu Organ-Bedürftigen werden, weil ihre Nieren oder andere Organe untergegangen sind? Solange solche Zusammenhänge nicht wissenschaftlich/statistisch seriös erfasst und publiziert werden, ist jede Nachfrage nach noch mehr Organen unseriös und fadenscheinig von Profitgier getrieben.

Was der Politiker Steinmeier für seine Frau getan hat ist ihrer beider Privatsache. Es geht dabei bestenfalls um sowas wie Liebe und die ist privat und kann nicht von TV-Sendern und oder der Politik und von niemandem sonst eingefordert werden.

Im Übrigen: In einer Gesellschaft in der Leute als Tagesthemen-Moderator nur zwei Wochen im Monat oder als TV-TalkShow-Moderator nur an Sonntagen arbeiten und damit dennoch mehr Kasse machen als andere die sich den vollen Monat voll reinhängen, und Rundfunk-Intendanten fast eine halbe Million Euro jedes Jahr einsacken, während diese Leute ungerührt zugucken wie Hartz-IVler und andere Unterschichtler von Oben gewollt und medial begleitet vor die Hunde gehen, solange solche Zustände nicht nur herrschen sondern von Oben gewollt immer schlimmer werden, solange ist jede Nachfrage nach noch mehr menschlichen Transplantationsorganen keine Nachfrage aus Solidarität sondern die Nachfrage von Vampiren und Kannibalen.

Wessen Geistes Kind sie sind

Die Deutsche und die Französische Regierung wollen in der EU den Defizitsündern ihr Stimmrecht entziehen. Diese Auffassung von Demokratie als Aristokratie kommt natürlich nicht von ungefähr, sondern weil es hier im Lande gängige Praxis ist.
Im ZDF Heute-Journal meinte die Moderatorin Slomka zum ersten Vorsitzenden der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, die heftige Abwehrreaktion der Betroffenen sei doch ein deutlicher Ausdruck dass die angesprochene Sanktion sehr wirksam sein könnte; worauf Juncker meinte, die Moderatorin verfüge über einen ausgeprägten Sinn für Humor.

Samstag, 16. Oktober 2010

Zooropa liegt auf dem Planet der Affen



Irgendwie erinnert sie mich an den.

Ob Primatin der Politik oder political animal: Aus Zooropa ("Vorsprung durch Technik").wird der Planet der Affen.
Vor Jahren hatte sich Frau Roth medienwirksam für einen Hinrichtungskandidaten in den USA eingesetzt (warum grade für den einen, bleibt schleierhaft), und als der dann doch hingerichtet wurde, hat sie sich medienwirksam betroffen gezeigt. Seit dem ist die Frau eigentlich nie wieder mit irgendwelchen Menschenrechtsthemen kraftvoll präsent geworden. Aber man sieht sie regelmässig gut gelaunt beim Starkbieranstisch auf dem Nockherberg und in TalkShows sitzen. Vielleicht hatte sie sich damals einfach nur um einen Posten bei den Grünen beworben und wollte sich dafür ein Image als mitfühlende Menschenrechtsaktivistin verschaffen.

Freitag, 15. Oktober 2010

Von wegen Zigeuner

Es hiess ja immer, die Nicht-Sesshaften, die Durchreisenden, die Zigeuner seien gefährlich, diebisch, böse, weil sie nach Anrichten des Schadens über alle Berge verschwinden können.
Woher stammte das Bild das unsere Eltern von den Zigeunern und von sich hatten? Waren es eigene Erfahrungen oder waren es die Erzählungen jener, die Zeitungen, Zeitschriften und Bücher schrieben und druckten und Filme drehten und zeigten? Was denken wir beispielsweise über sog. "Miet-Nomaden" und woraus speisen sich diese Gedanken!

Wer beklaut wen? Die Orts-Unkundigen, zahlenmässig Unterlegenen und schlecht Bewaffneten bestehlen die Sesshaften, in Häusern Verschanzten, Ortskundigen und zahlenmässig überlegenen Stadtbewohner?
Ist es umgekehrt nicht viel wahrscheinlicher? So wird traditionell aber nicht berichtet.
Mal angenommen es wäre umgekehrt, wer hätte davon berichtet, wo hätte es geschrieben gestanden? Mal angenommen, die Stadtbewohner oder jedenfalls die Macht-Eliten einer Stadt haben durchreisende Zigeuner heimlich umgebracht, vergewaltigt, gefangen genommen und als Sklaven gehalten, wer hätte darüber berichtet als es nur Buchdruck, Zeitungen und Mund-zu-Mund-Propaganda gab (man achte auf das Wort Propaganda)?

Es ist doch auch heute noch so, dass die Durchreisenden, Ortsunkundigen die Beute der Ortsansässigen sind. Die harmlose aber teure Variante nennt man Touristen-Nepp. Weit gefährdeter sind sog. Gesundheits-Touristen, die sich in ein fremdes Krankenhaus begeben, auch innerhalb Deutschlands. So ist der norddeutsche Patient in einer bayerischen Klinik gefährdeter als sein bayerischer Leidensgenosse. Der Fremde ist die Beute. Und damit das so bleibt verbreiten die Mainstream-Medien das Bild von den bösen Nicht-Sesshaften und den armen und guten Sesshaften, deren Anwesen jetzt auch noch vom bösen durchfahrenden Google-Streetview-Kamerawagen gefilmt werden.

Ebenso jene Fremden, die als illegale Immigranten in der Fremde leben: sie werden oft nicht nur um ihren Lohn geprellt sondern nicht selten umgebracht, weil kein Hahn nach ihnen kräht. Auch in die Fremde gelockte Frauen und Mädchen sind hilflose Beute und werden zur Prostitution gezwungen. Die Gefährdetsten sind nicht die Alteingesessenen sondern die Fremden, die Durchreisenden, die Ortsunkundigen, die Alleinreisenden - willkommen leichte Beute für die Alteingesessenen und sozial bestens Vernetzten - sie bilden die Wolke, the cloud - die sich wie undurchdringlicher Nebel um die Touristen, Zigeuner, Miet-Nomaden, Zwangsprostituierten, illegalen Immigranten, Gesundheits-Touristen, Durchreisenden, Zeit- und Wanderarbeiter schliesst und diese ausbeutet, verschlingt, absorbiert, assimiliert, verdaut. Also Vorsicht insbesondere vor Messe-Städten! Deren Autoritäten und Honoratioren sind absolute Profis der Ausbeutung all jener, die nicht zur Stamm-Bevölkerung gerechnet werden.

Aber wir müssen aufpassen, auch in der Analyse. Die wahren und neuen Sesshaften sind vielleicht ganz anders und breiter vernetzt als die bislang bekannten Sesshaften, von denen viele in ihren Häusern zu wahrhaft Unbehausten in einer immer unwohnlicher werdenden Welt werden. In einer zunehmend virtuellen und per Funk, Medien und Internet vernetzten Welt und einem Globus, der für einige nur ein Dorf ist, gibt es neue, andere "Orts"kundige als Ausbeuter und neue und andere Orts-unkundige als Beute. Der Mensch als Mensch ist wahrhaftig ein Zigeuner am Rande des Weltalls.

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Durchgeknallter bayerischer MiniPräsi Seehofer

Seehofer soll gesagt haben, im Umgang mit Hartz IV-Empfängern habe man noch nicht die letzte Tapferkeit entwickelt. Der Mann ist bajuwarisch traditionsbewusst, denn so äusserten sich schon einige Jahrzehnte zuvor sein süddeutscher Vorgänger Hitler und dessen Regierungs-Nazis: Man dürfe im Umgang mit allen die nicht zu den arischen Herrenmenschen zu zählen seien nicht zimperlich sein (arisch heute wie damals im Sinne von adlig, elitär).

Die einen tragen das Risiko, die anderen das Geld

Dann gibts ja noch das alte Argument mit der Verantwortung. Ärzte tragen unbestreitbar ein gehöriges Maß davon. Aber wie messen wir Verantwortung und wie rechnen wir sie um in Euro und Gebührenordnung? Vielleicht differenziert zwischen Gerontologen und Kinderärzten? Welche Verantwortung für das Leben anderer trägt ein Busfahrer? Der verdient übrigens durchschnittlich 21.000 Euro im Jahr. Brutto. Man könnte einwenden, dass laut einer Studie des Aktionsbündnisses Patientensicherheit 17.000 Menschen pro Jahr in Deutschland wegen ärztlicher Behandlungsfehler sterben, aber nur wenige durch übermüdete Busfahrer. Allerdings ist das Risiko, als Arzt zur Verantwortung gezogen zu werden, mit 2.000 juristisch nachgewiesenen Behandlungsfehlern pro Jahr in Deutschland relativ niedrig im Vergleich zu den geschätzt 175.000 Behandlungsfehlern pro Jahr allein bei Krankenhauspatienten. Das Risiko trägt in erster Linie also wohl doch der Patient und nicht der Arzt. Aber den Arzt für das Risiko, das der Patient trägt, zu bezahlen - das wäre nicht gut vermittelbar. Quelle: Ein Arzt über seinen Berufsstand

Wieso "wäre"?, so läufts doch seit ewigen Zeiten in diesem Land.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Es gibt viele Lügen, aber nur eine Wahrheit

Es scheint zunehmend chic zu sein, die Existenz von Wahrheit zu leugnen. Immer mehr Leute gefallen sich in ihrer Bequemlichkeit, die Existenz von Wahrheit zu leugnen.
Das geht etwa so: Mal angenommen jemand in Europa telefoniert mit einem in Asien. Der in Europa sagt beispielsweise, dass die Sonne grade untergehe, worauf der in Asien widerspricht, nein, die Sonne gehe grade auf. Die Wahrheitsleugner sagen dann, siehste, beide haben Recht, obwohl sich beide widersprechen, also muss es mehr als eine Wahrheit geben. Bei dem genannten einfachen Beispiel liegt die Wahrheit natürlich auf der Hand und wir erkennen sofort, dass beide Recht haben und es nur eine Wahrheit gibt; wenn man die Hintergründe kennt kann dann die Widersprüche als nur scheinbar auflösen.
Die Relativierer und Wahrheitsleugner sind also selten einfach nur dumm sondern vor allem an Verschleierung, Vernebelung der wahren Verhältnisse interessiert, sind also wahre Lügner.
Aber es gibt auch andere: "Die Wahrheit steht über allem." sagt Michael Buback.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Montag, 27. September 2010

Noch eine Lastenverteilung von Oben nach unten.

Gesetzlich Krankenversicherte sparen bei gleichbleibenden Beitragssätzen in 2011 monatlich 35,55 EUR. Arbeitgeber sparen monatlich 31,95 EUR. Die Einsparungen treffen jedoch nur auf den Personenkreis zu, der über die Sozialversicherungsgrenzen verdient. Quelle

Das meinen die Demokratischen Ärzte dazu: Eine sozialpolitische Ohrfeige!

Das Fernsehen meldet das vermutlich erst wenns zu spät ist.

Samstag, 25. September 2010

Der Koran des Westens ist sein Fernsehen:

Kritikloses sich Berieselnlassen mit feststehenden Wahrheiten, die sich serienweise um böse Verbrecher (Ungläubige) und gute Ärzte und Polizisten (moderne Propheten) wie Derwische drehen.

Freitag, 24. September 2010

Kopftuchmädchen

Ob sie ihr Kopftuch freiwillig trägt, oder hat die Mutti sie dazu gezwungen?

Rotkäpchen: "Aber Grossmutter, warum hast Du so grosse Ohren?"
Der Wolf als Grossmutter: "Damit ich dich besser abhören kann."
Rotkäppchen: "Und, Grossmutter, warum hast Du so grosse Augen?"
Der Wolf als Grossmutter: "Damit ich dich besser überwachen kann!
Rotkäpchen: "Sag, Grossmutter, warum hast Du einen so grossen Mund?"
Der Wolf als Grossmutter: "Damit ich Fernseh- und Radio-Propaganda übers ganze Land machen kann."
Rotkäpchen: "Aber Grossmutter, warum verbietest Du mir ein Kopftuch zu tragen?"
Grossmutter (der Wolf als christlich-abendländischer Mann, der sich als Alice Schwarzer verkleidet hat): "Damit ich dich besser fressen kann!"

Der Islam ist den Mächtigen wohl nicht wirtschafts-kompatibel genug. Fünfmal beten am Tag verträgt sich nicht so gut mit dem hiesigen Arbeitsleben. Und womöglich ist der Islam weniger eine Opferreligion wie andere. Das Christentum und das Judentum, sowie Hinduismus, Buddhismus sind es vielleicht eher: Wenn dir jemand auf die eine Backe schlägt, so halt ihm freiwillig die andere hin, bzw nimms hin wie das Leben mit dir umspringt; solch ein Credo ist das was die Mächtigen wollen. Der Islam erscheint da sperriger und wehrhafter und wohl darum das Feindbild der Mächtigen des Westens, die das natürlich nicht so sagen, sondern statt dessen dem Islam Demokratie-Defizite andichten.

Kopftücher am Kernforschungszentrum CERN in der Schweiz

An Schulen verboten, am Arbeitsplatz erlaubt; nicht für die Schule, fürs Leben lernen wir?

Mittwoch, 15. September 2010

Die Vollverschleierung der Wahrheit im Fernsehen

Da guckt man sich mal zu nachtschlafener Zeit den ZDF-Wissenschafts-Labersack Prof. Lesch zum Thema Gedankelesen an, und da tischt der in seinem aufgesetzt zelebrierten Plauderstil ohne rot anzulaufen den Zuschauern auf, dass eine Praxis des Gedankenlesens noch in weiter Zukunft liege und eigentlich so gut wie unmöglich sei - die Gedanken seien angeblich noch frei. Schon wenige Klicks im Internet genügen, um diese unsägliche Labertasche der Lüge und das ZDF der Falschinformation und Volksverdummung zu überführen. Die ARD ist da allerdings auch nicht besser. In W wie Wissen tischt uns das stereotyp lachende Gesicht von Dennis Wilms ähnliche unverschämte Falschinformationen auf: Gedankenlesen anhand der Stoffwechselaktivität der Hirnareale. Das ZDF sendet sogar via Satellit für Zuschauer in Nordafrika, Asien, Orient, wo u.a. die Goethe-Institute dafür sorgen, dass möglichst viele Leute das Programm in deutscher Sprache auch verstehen: "Die Welt zu Gast bei Freunden". Dass es gedankenlesende falsche Freunde sind, die Ideen aus den Köpfen der Gäste klauen und zum eigenen Wohlstand vermarkten, wird verschleiert - im Deutschen Fernsehn muss die Wahrheit eine Burka tragen.
Denn wenn bereits auf dem weltweiten Spielzeugmarkt kleine, leichte Gedankenlese-HeadSets für wenig Geld zu haben sind und man die Hirnaktivität von Ungeborenen liest, kann man sich eigentlich an drei Fingern abzählen, zu was mächtige Organisationen und Behörden fähig sind. Und bekanntlich machen die Mächtigen alles was technisch machbar ist.
Was den durchschnittlichen Menschen daran hindert die Gedankenlese-Wirklichkeit zu erkennen ist, dass man es nicht spüren und sich kaum vorstellen kann. Auch wollen wir glauben, dass unsere so freundlich-bunten und angeblich aufklärerischen und kritischen Medien darüber berichten würden. "Die Gedanken sind frei" heisst also lediglich, dass die Gedankenfernleser für das schmarotzen fremder Gedanken keine Urheberrechtsgebühren zahlen - "Schwarzgucker" der ganz besonderen Art.

Dienstag, 14. September 2010

Mafia Macht Medien - Deutschland und sein Fernsehen ist Teil der Mafia

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Ausschnitt aus der TV-Doku: Mafia, Parasit

Die Mafia ist globalisiert und die Mafia ist das System selbst, sagen Mafia-Kenner (siehe Rosario Crocetta im Post weiter unten). Auch das deutsche Fernsehen ist Teil der Mafia (die Öffentlich-Rechtlichen und die Privaten sind Eins!, wie kürzlich beim Fernsehpreis von Grossmeister Raab klar gesagt wurde). Sogar die kürzliche TV-Doku über die sog. Mafia kann man als Schachzug im Sinne der tatsächlichen Mafia deuten. Denn es ist seltsam, dass die wirklich wichtigen, wesentlichen Fragen zum Thema nicht gestellt und also nicht beantwortet wurden. Es wurden im Wesentlichen nur die bekannten Vorurteile bestätigt und es wurde Dingen das Wort geredet (noch mehr Abhörmassnahmen in Deutschland, Einziehung von Vermögen schon bei Verdacht), die einer Mafia, die auch Teil von Polizei und Geheimdiensten ist, weitere legalisierte Macht erteilen würde

Dass die Mächtigen - also auch das Fernsehen - immer noch von Mafia sprechen, obwohl ein globales System gemeint ist, dient offenbar der Verschleierung, denn so denkt das Publikum immer nur an Italien.
Dass das deutsche Fernsehen zur Organisierten Kriminalität gehört, ob man es nun Mafia oder anders nennt - darauf weisen viele Indizien hin. Wenn im deutschen Fernsehen mit dem Finger immer wieder diffus auf Berlusconis Medien-Imperium gezeigt wird, ist das ein Ablenkungsmanöver, denn ein deutsches Fernsehen, dass einer GangsterBANDE gehört ist nicht besser als ein italienisches Fernsehen, dass angeblich nur EINEM Gangster gehört. Auch der Verweis kürzlich in der ARD, die Mafia würde ihr Geld hier in Pizzerien waschen ist ein lachhaftes Ablenkungsmanöver.

Aber das deutsche Fernsehen berichtet doch kritisch? Es fällt auf, dass das Fernsehen sich zwar kritisch gegenüber Politik und anderen Machtgruppen gibt, aber beispielsweise den Milliarden-Deal der Impfindustrie mit der Schweingrippe nicht durch kritische Informationen gestört hat (siehe Post weiter unten).
Auch aktuell zum Problem Atomausstieg ist das Verhalten der TV-Sender eigenartig:
Wie nebenbei brachte der deutsche Teil von ARTE im August - also mitten in der heissen Diskussionsphase über den Atomausstieg - in seinem Themenabend zur Mafia die Behauptung, die Mafia habe auch in alternativen Energiesektoren wie Wind- und Solarkraft ihre Finger drin. Die Atomindustrie machte eine grosse Anzeigenkampagne, und nun ist der Regierungsbeschluss mit einer Verlängerung der Atomlaufzeiten gefallen, samt Kritik man sei der Kampagne der Atomindustrie komplett gefolgt. Und erst jetzt, wo die Entscheidung gefallen ist, bringt die ARD einen Bericht, der das Blatt eigentlich komplett hätte drehen können, wäre er rechtzeitig gekommen.

Mafiös ist auch, dass das deutsche Fernsehen Nacktscanner in Wohnungen einsetzt bzw einsetzen lässt, um Zielpersonen in Nachbarwohnungen zu beobachten und die Ergebnisse medial zu verwerten (ich halte darum den deutschen / westlichen Kulturbetrieb für einen mafiös-schmarotzerhaften und -parasitären Ausbeutungs- und Repressionsapparat). Auch werden Gedanken-Fernlesegeräte eingesetzt, um Unterschichtler und andere Opfer unten zu halten. Auch das ist ein Ausdruck unersättlicher Gier der Macht-Eliten und anderen Oberschichtler.

Das alles sieht verdammt danach aus, als inszeniere das deutsche Fernsehen sehr geschickt sein Image als staatskritisches Medium, aber tatsächlich lässt es die Mächtigen ungehindert ihre schmutzigen Geschäfte machen. Das deutsche Fernsehen also ein sehr effektiver Teil der Mafia.

Montag, 13. September 2010

Revolutionärin Bohley ist tot

"In der DDR hat es nicht einmal fünf Minuten Sozialismus gegeben."

"Ich bin eigentlich ein friedlicher Typ. Ich weiß überhaupt nicht, warum die Mächtigen solch eine Wut auf mich haben."

Quelle: TAZ

Und:

Sie sind Malerin, Diplommalerin sogar. Was malen Sie heute?

Für mich war immer wichtig, kreativ zu sein, und ich glaube, ich war in meinem ganzen Leben kreativ. Das muss nicht unbedingt auf einer Leinwand sein. Da ist mir Beuys nahe mit seiner Auffassung von der sozialen Plastik, nach der das menschliche Handeln die Gesellschaft formt.

Was ist momentan Ihre soziale Plastik?

Dass ich mit Ihnen rede. Entweder verändert das auch Sie, oder es war ein sinnloser Arbeitstag.

Wie geht es Ihnen heute?

Das sage ich Ihnen sowieso nicht.


Wo wollen Sie denn hin?

Ich will irgendwo leben, wo man noch ne Oma sieht, jemanden, der graue Haare hat. Hier wird alles durchsaniert. Haben Sie sich die Umbauarbeiten im Haus angeschaut? Da wurde als Erstes ein großer Ahornbaum abgesägt für die Tiefgarage und dann der Fliederbusch. Ich weiß gar nicht, was das wird. Das sieht aus, als wenn mir wieder jemand eine Mauer vor die Nase setzt. Ne hübsche Mauer - aber ne Mauer. Und das wird hier als Ökohaus verkauft. Das ist absurd.

Ist Ihnen als Ostlerin Absurdität nicht geläufig?

Der Osten war auch absurd, aber diese absurde Art hab ich geliebt. Das hatte was Menschliches. Aber das hier - na ja, ich weiß nicht.


Vermissen Sie die DDR?

Ich vermisse einiges. Wenn man das heute sagt, wird das ja immer so weggebügelt. Ich vermisse den Gedanken der Gleichheit, der ja da war, den fand ich immer ganz angenehm. Selbst die, die die Macht hatten, hatten ja eigentlich nichts davon. Die hatten nur diese blöde Macht, die mir gar nichts bedeutete. Ich habe so richtig neidlos gelebt. Und ich hatte immer das Gefühl der sozialen Gleichheit.


Quelle: TAZ

Auch ich vermisse - mal weniger, mal mehr - die DDR, und ich vermisse die Sichtweise und die Worte von Bärbel Bohley für die Zukunft.

Samstag, 11. September 2010

Der rückschrittliche Islam

Der Alte Orient, der auf der Basis agrarischer Produktion und Bewässerungskulturen seit dem 9./8. Jahrtausend v. Chr. die ersten großen Hoch- und Schriftkulturen mit städtischen Siedlungen und staatlicher Zentralgewalt hervorbrachte (Ägypten, Palästina, Kleinasien, Mesopotamien, iranische Hochebene), gilt als Ausgangspunkt der überlieferten politischen Geschichte. Seine kulturellen Leistungen, insbesondere religiöse (Erlöserreligionen), naturwissenschaftliche (Astronomie, Mathematik, Medizin) und rechtliche (siehe Kodex Hammurapi) beeinflussten die Entwicklung des Abendlandes teilweise bis weit ins Mittelalter. Mit dem Aufstieg des Islam seit dem 7./8. Jahrhundert entstand im Orient erneut eine Hochkultur, die auf zahlreichen Gebieten Europa für mehrere Jahrhunderte weit voraus war.

Kodex Hammurapi, Sammlung der Gesetze und Edikte des babylonischen Königs Hammurapi; ältester vollständig überlieferter Gesetzeskodex.

Der Kodex Hammurapi enthält keine religiösen Gesetze. Am Anfang sind die formalen Vorschriften für Gerichtsverhandlungen zu finden und die Strafenvorschriften für falsche Beschuldigungen, Falschaussagen und richterliche Ungerechtigkeit. Es folgen Gesetze über Eigentumsrechte, Darlehen, Spareinlagen, Schulden, Hauseigentum und Familienrecht. Auch die Tarife für verschiedene Dienstleistungen in den meisten Handels- und Wirtschaftszweigen sind durch das Gesetz festgelegt.

Grundlage des Strafrechts ist das Prinzip der Vergeltung, das mit dem semitischen Prinzip „Auge um Auge, Zahn um Zahn” vergleichbar ist. Im Rahmen der Strafvorschriften waren auch Strafen für Körperverletzung infolge ärzlicher Behandlungsfehler und für fahrlässige Körperverletzung vorgesehen.


Quelle: Auszug aus Artikeln in der MS Encarta Enzyklopädie 2000

Warum unser Gesundheitswesen nicht funktionieren darf

Zunächst eine Veranschaulichung eines der Probleme:
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Und nun die Begründung warum die Probleme nicht gelöst werden:
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Freitag, 10. September 2010

Die Lebenserwartung der intelligenten Deutschen

Wir Deutsche haben in unserer Geschichte noch nie SOWENIG für Lebensmittel ausgegeben wie heute; und kein anderes Volk gibt im Verhältnis zu seinem Einkommen weniger für Lebensmittel aus als die Deutschen.
Aber die Deutschen haben für Ärzte und Medikamente noch nie SOVIEL ausgegeben wie heute. Ob es da vielleicht einen Zusammenhang gibt? Wenn ja, woran mag das liegen?

Vielleicht weil wir Deutsche - ganz im Sinne Sarrazins - wenig für "niedrige" Berufe wie Bauer/Landwirt, Gemüsehändler, Koch übrig haben und unser Geld lieber "hochstehenden" und angesehenen Berufen wie Arzt, Apotheker, Chemiker und Pharmareferent in den Rachen werfen - schliesslich wollen wir uns aufwärts entwickeln und nicht die Bodennähe pflegen. Ganz schön intelligent von uns Deutschen - oder?

Durchschnittliche Lebenserwartung aller Frauen und Männer
(Schätzung aus dem Jahr 2000. Quelle: MS Encarta Weltatlas 2001)

Japan
80,2 Jahre

Frankreich
78,8 Jahre

Griechenland
78,6 Jahre

Italien
78,6 Jahre

Niederlande
78,3

Spanien
77,9 Jahre

Österreich
77,6 Jahre

Vereinigtes Königreich Grossbritannien
77,5 Jahre

Deutschland
77,3 Jahre


In Japan, Griechenland, Frankreich und Österreich geht man früher in Rente als in Deutschland (Die arbeitende Bevölkerung in Japan tritt meist im Alter von 55 Jahren in den Ruhestand. Quelle: MS Encarta Enzyklopädie 2000. In Österreich gehen die Arbeitnehmer der dortigen BundesBahn durchschnittlich mit 52 Jahren in Pension. Quelle: ORF ZIB2).
Im Land mit der kürzesten Lebenserwartung in dieser Liste, nämlich Deutschland, arbeiten die Menschen am Längsten, also der Lebensabend als Pensionär oder Rentner ist für Deutsche am kürzesten, obwohl sie am längsten gearbeitet haben - und die staatliche Rente steht dennoch vor dem Kollaps. Werden wir von politischen Dummköpfen oder von Ausbeutern regiert? Denn wo bleibt das ganze Geld, dass der Staat durch eine so kurze Renten- und Pensionszeit spart? Das fliesst offenbar in die Totalüberwachung durch Polizei und Geheimdienste und ins Gesundheitswesen, das aber trotz Riesenbudget dennoch nicht richtig funktioniert, denn sonst wäre die Lebenserwartung der Deutschen nicht die niedrigste.

Donnerstag, 9. September 2010

ZDF Heute-Journal macht Stimmung gegen "Kopftuchmädchen"

Zunächst ein kurzer Blick auf die Situation in Kanada (Ausschnitt 3sat-WirtschaftsReportage über Kanada):
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Und dann ein Statement des ZDF-Heute-Journals über die Situation hier zu Lande:
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Die kanadische Wirtschaft steht trotz oder wegen vieler Zuwanderer solider da als die deutsche:
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Eigenartig: SAMS ohne eigene Website

Das Saarländische Applikationslabor für Magnetosensorik (SAMS), dass sich mit ultramoderner Technologie wie Supraleitung und SQUIDs auf Anwendungsebene befasst, agiert offenbar so geheim, dass man nichtmal mit eigener Website im Netz präsent sein will.

Montag, 6. September 2010

Deutschland schafft sich ab - aber anders

Wenn in Deutschland jedes Jahr bis zu 40 000 Menschen durch vermeidbare Krankenhausinfektionen getötet werden, und hunderttausende dadurch zu Krüppeln gemacht werden, weil deutsche Ärzte sich wie Dreckferkel benehmen, dann kann man mit Fug und Recht sagen, Deutschland schafft sich ab. Denn die Bürger schauen diesem mörderischen Treiben akademischer Ferkel im weissen Kittel tatenlos zu. Man empört sich lieber mit Sarrazin, der auf dem rechten Auge blind ist, über Unterschichtler und Ausländer.

Übrigens: Ärzte sind keine Bevölkerungsgruppe - Ärzte sind eine Berufsgruppe! Ärzte sind auch keine Randgruppe, sondern eine der mächtigsten Parallel-Gesellschaften im Lande! Ich plädiere für die finanzielle Assimilation dieser mafiösen Bande in die Unterschicht und die moralische Fortbildung der Weisskittel.

Sonntag, 5. September 2010

Keine Pauschalisierungen!

, fordern viele. Es ist also falsch zu sagen: Deutschland sei eine Demokratie. Viel zu pauschal. Allenfalls kann man sagen, es gibt den einen oder anderen Demokraten im Lande und Deutschland soll eine Demokratie werden. Deutschland sei ein Rechtstaat. Viel zu pauschal. Allenfalls kann man sagen, es gibt den einen oder anderen rechtstaatlichen Richter oder Staatsanwalt und Deutschland soll ein Rechtstaat werden. Das deutsche Gesundheitswesen sei eines der besten der Welt. Viel zu pauschal. Allenfalls gibt es den einen oder anderen guten Arzt und Deutschland soll ein gutes Gesundheitswesen bekommen. ARD und ZDF seien öffentlich und seien rechtlich. Viel zu pauschal. Allenfalls gibt es den einen oder anderen seriösen Journalisten dort. Kabarettisten seien Kritiker der Macht. Viel zu pauschal. Die meisten Fernseh-Kabarettisten sind Huren der wahren Macht, allenfalls der eine oder andere leistet sich wirklich fundierte Kritik an den wahren Macht-Eliten. Deutschland sei ein reiches Land. Viel zu pauschal, denn der deutsche Staat ist arm, weil völlig überschuldet; hingegen seine gigantischen Schulden sind das Vermögen reicher deutscher Privatleute und Organisationen als Kreditgeber.

Schon bizarr: Wenn 11 deutsche Fussballer ein Fussballspiel gewinnen, dann hat ganz Deutschland gesiegt; wenn ein deutsches Mädchen in einem europäischen Gesangswettstreit den ersten Platz macht, dann ist ganz Deutschland der Gewinner. Aber wenn ganz Deutschland einen Holocaust begeht, die deutsche Wehrmacht ganz Europa in Geiselhaft nimmt und das deutsche Volk bis zur letzten Patrone den Faschismus gegen die angreifende Demokratie verteidigt, dann hat am Ende doch nur einer Schuld: Eine österreichische Führungskraft.

Darum: Weil jedes Jahr hunderttausende Menschen von Ärzten zu Krüppel gepfuscht oder umgebracht werden, und alle zucken nur mit den Schultern und sagen: "so ist das Leben", darum ist ganz Deutschland ein faschistoides Land.

By the way: Diskussionen über eine angebliche Ich-Schwäche Mengeles also Deutschlands, bleiben den Theoretikern überlassen.

Donnerstag, 2. September 2010

Medizin-lobbyistische Volksverdummung bei der Frankfurter Rundschau

Unglaublich, welch Müll die FR ihren Lesern präsentiert, weil der Medizin-Betrieb das dicke Geld hat und die Medizin-Lobbyisten ihren Dreck mit viel Geld schmieren (können) (man folge mal dem Kontakt-Link.) Und die sog. Nachdenkseiten weisen auch noch gedankenlos freundlich auf den vermeintlich kritischen Artikel hin.

Mittwoch, 1. September 2010

Von wegen zu sorgloser Umgang mit Antibiotika

Von diversen Journalisten wird aus Anlass des jüngsten Falles gestorbener Babys in der Uniklinik Mainz, auf Grund unhygienischer Klinikpraxis, unters Volk der Eindruck gestreut, ein angeblich zu sorgloser Umgang mit Antibiotika sei für die multiresistenten Keime verantwortlich. Auch wird der völlig absurde Eindruck erweckt, als sei die riesige Anzahl von Krankenhausinfektionen eine notwendige Folge immer leistungsfähigerer Medizin (ZDF Heute-Journal):
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Dieses schiefe Bild muss grade gerückt werden.

Mindestens noch in den achtziger Jahren waren Ärzte im deutschen Gesundheitswesen im internationalen Vergleich extrem zurückhaltend bei der Verschreibung von Antibiotika.
"Deutsche Ärzte verschreiben sechs- bis siebenmal so häufig Digitalis (Herzmittel), wie ihre Kollegen in England und Frankreich, dafür aber weniger Antibiotika; einige deutsche Ärzte sind sogar der Ansicht, Antibiotika sollten nur verschrieben werden, wenn der Patient so krank ist, dass er im Krankenhaus liegen muss." Quelle: Lynn Payers - Andere Länder, andere Leiden

Bei solch einer zögerlichen Verabreichungspraxis von Antibiotika in Deutschland darf man sich nicht wundern, wenn deutsche Patienten als "Infektionsherde auf zwei Beinen" in den Kliniken landen. Dort werden sie dann auch noch von Schmutzfinken in weissen Kitteln behandelt, da ist dem Patientensterben durch Krankenhauskeime dann die Autobahn zur Hölle bereitet.

Bekanntlich sind deutsche Traditionen grade in so konservativen Zirkeln wie der Medizin sehr persistent. Also dürfte sich an der o.g. Paxis einer zu zögerlichen Verabreichung von Antibiotika wenig geändert haben. Die statistisch erhöhte Verschreibungspraxis von Antibiotika ist womöglich auf die erst vor wenigen Jahren auf den Markt gekommenen antiviralen Mittel wie Tamiflu und Relenza zurück zu führen, die durch die sog. Vogelgrippe und dann durch die sog. Schweinegrippe einen raketenhaften Absatz erfuhren.
Die zögerliche deutsche Verschreibungspraxis für Antibiotika liegt wohl darin begründet, dass der Erfinder des Penicillins kein Deutscher war. Denn beim Röntgen sind die deutschen Ärzte Weltmeister, obwohl diese Technik nicht mehr zeitgemäss ist.
Hingegen in der Tiermast wurden (und werden?) Antibiotika im Futter als Masthilfe verabreicht, die dann auch im verkauften Fleisch nachweisbar waren und zu Resistenzen bei den Verbrauchern geführt haben können. Auch daher resultieren hohe Verkaufszahlen der Antibiotika-Hersteller.

Ich kenne zB einen Patienten, bei dem eine schon ältere Borelliose-Infektion diagnostiziert wurde. In der Fachliteratur werden für ein solches Stadium massive, mehrmonatige, intravenöse Gaben hochwirksamer Antibiotika empfohlen. Die Ärzte dieses Patienten verschrieben jedoch nur orale Antibiotika und nur für einige Wochen.

Dem selben Patient wurde vor einigen Jahren auf Grund unhygienischer Arbeitsgeräte des Zahnarztes eine Zahnwurzelentzündung verursacht. Als er den entzündeten, abgestorbenen Zahn behandeln liess, wurde eine Mit-Infektion des Kiefers festgestellt, aber der Patient bekam keinerlei Antibiotika verschrieben. Er suchte im Laufe der langwierigen Zahnwurzelbehandlung (inkl. Überkronung) insgesamt sechs Zahnärzte auf. Kein einziger Zahnarzt verschrieb ihm Antibiotika! Bei soviel pfuschenden Zahnärzten kann man schon von einer repräsentativen Zahl und von systemischem Versagen sprechen. Mitlerweile ist die Infektion chronisch geworden, er also ein Infektionsherd auf zwei Beinen. Ganz klar ein Behandlungsfehler vieler Zahnärzte und es zeigt, dass nicht ein zuviel sondern ein zuwenig bei der Verschreibung von Antibiotika das Problem ist.

Es ist nicht nur ein Verkaufsargument im Beipackzettel wenn darauf hingewiesen wird, die Antibiotika nicht zu früh abzusetzen. Denn erst durch zu frühes Absetzen der Antibiotika kommt es zu Resistenzbildungen der übrig gebliebenen Bakterien.
Das frühe Absetzen hat mehrere Gründe bei mehreren an dem Geschehen Beteiligten - am wenigsten jedoch ist es die Schuld der Patienten.
Zum einen sind die Packungen anscheinend kleiner geworden, was im Interesse der Hersteller liegt. Eine Packung reicht so schon von vorneherein nicht für die gesamte Behandlungsdauer. Der Arzt muss also häufiger verschreiben, was natürlich ein zusätzliches Hinderniss für eine kontinuierliche, genügend lange Therapie ist. Die Patienten müssen für jede neue Packung erst zum Arzt, dort womöglich erneut die Praxisgebühr zahlen, falls ein Quartalswechsel dazwischen liegt, und in der Apotheke müssen sie ebenfalls nochmal für die Packung zahlen. Das ist nicht nur Abzocke und Hürdenlauf für kranke Menschen, sondern das ist eine systemische Förderung der Durchseuchung der Bevölkerung mit multiresistenten Keimen!

Das Beispiel Hollands zeigt, dass alle von deutschen Verteidigern der jetzigen Situation ins Feld geführten Argumente Unsinn sind. Holland ist ein mindestens so modernes Industrieland wie Deutschland, hat ein mindestens genauso fortschrittliches Gesundheitswesen, dass aber offensichtlich viel gesünder also besser für die Patienten ist, wahrscheinlich ohne eine zurückhaltenderer Verschreibungspraxis für Antibiotika, aber durch konsequentere Hygiene in den Krankenhäusern und einen angemesseneren Umgang mit Patienten.

Warum wird bei uns in Deutschland gegen die gigantisch hohen Krankenhausinfektionsraten und gegen die anderen Ärztepfuschereien in Operationssälen nichts Nachhaltiges getan? In Holland geht's doch.

Donnerstag, 26. August 2010

"Die Freiheit liegt in der Rebellion

und nicht etwa in der Möglichkeit Abends auf ein Bier in eine Bar zu gehn."
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Quelle: Ausschnitt aus dem TV-Film: Mafia, Parasit

Rosario Crocetta war Bürgermeister und ist EU-Abgeordneter. Und er sagt auch:

Es ist auch für uns [Sizilianer] schwierig zu begreifen, dass hinter einem sauberen, vertrauten Gesicht, ein Mafioso stecken kann. Das versteht man erstmal nicht. Und ich hab es am eigenen Leib erfahren müssen. Man kennt die Mafia wie sie in der Presse und in Filmen dargestellt wird. Und dann entdeckt man, dass sie das Gesicht von jemandem hat, der vielleicht drei Sprachen spricht und an den besten Universitäten der Welt studiert hat. Die Mafia ist wie ein grosser Parasit. Und sie ist ein Machtsystem. Oft reden wir von ihr als Anti-System, und Anti-Staat. Doch in einem Land wo alles von ihr durchdrungen und kontrolliert wird, ist die Mafia das System selbst. Und die gesellschaftliche Abweichung ist dann nicht der Mafioso; die Anomalie ist, wer gegen die Mafia aufbegehrt.

Der sog. Sachsen-Sumpf ist doch nur die Spitze des deutschen Eisbergs.

Montag, 23. August 2010

Apothekers-Sohn Schlingensief mit 49 Jahren an Krebs gestorben

Wenn es um die wirklich wichtigen, existenziellen Dinge des Lebens geht, fragst und vertraust Du also vielleicht doch lieber weder Arzt noch Apotheker.

Steinmeiers Organspende für seine Frau

Einige Medien und Politiker nutzen die breit herausposaunte Bereitschaft eines Prommies, eine Niere für seine Frau zu spenden dafür aus, die Weichen für mehr Organspende und für ein neues Transplantationsgesetz zu stellen.
Hingegen vermisse ich eine Aufklärung der Öffentlichkeit darüber, warum die Frau vom Steinmeier keine einzige funktionierende Niere mehr hat.
Hat Frau Steinmeier Diabetes und wurde medizinisch falsch behandelt und dadurch ihre beiden Nieren verloren?
Hatte Frau Steinmeier eine Infektion die zu spät oder falsch behandelt wurde und ihre Nieren zerstört hat?

Denn bei aller medialer Sucht nach vermeintlichen oder tatsächlichen Helden dürfen wir nicht vergessen, dass die Organspende des Herrn Steinmeier an seine Frau, für beide nur eine Notlösung ist. Frau Steinmeier hätte sicher lieber ihre zwei Körper eigenen, gesunden Nieren behalten, und Herr Steinmeier seine eigenen beiden gesunden Nieren. Die jetzige Lösung ist allein das beste für die Sparkonten der Ärzte, und für die reisserischen Medien. Für die betroffenen Patienten ist es nur eine Notlösung. Darum sollten alle Verantwortlichen vorrangig daran arbeiten, den Bedarf an fremden Organen zu senken, anstatt immer mehr Organe verfügbar zu machen. Schliesslich bedeuten verfügbare Organe eigentlich den vorherigen Tod eines jungen gesunden Menschen, denn Organe von Alten und Kranken werden nicht verwendet.
Gesundheit bedeutet doch nicht, einen Menschen aus möglichst vielen fremden Organen zusammenzusetzen und mit möglichst vielen Prothesen und Medikamten noch irgendwie am Leben zu halten; Gesundheit bedeutet, mit dem eigenen Körper möglichst unabhänging von Produkten der Medizin-Industrie möglichst lange ein möglischt gutes Leben führen zu können. DAFÜR hat das Medizinwesen eigentlich da zu sein, DAS sollte von Ärzten unterstützt werden, DARUM sollten sich alle Beteiligten kümmern.

Samstag, 7. August 2010

Die Goldenen Reiter der Mafia

Namen wie "Gedankenreiter" und "Traumfänger" sind mehr als poetische Spielereien; sie deuten auf real existierende technologische Praktiken. Das ist die eine Seite der grossen Medien - ihr Input.
Ebenso verbrecherisch ist, wie das sog öffentlich-rechtliche Fernsehen auch und grade gegenwärtig in Sachen Sicherungsverwahrung das Publikum um Informationen betrügt und es manipuliert. Der EUGH habe Deutschland die nachträgliche Sicherungsverwahrung verboten, wird berichtet, so als habe die böse EU den deutschen Henkern deren Beil weggenommen und die Deutschen seien nun hilflos den gefährlichen Schwerverbrechern ausgeliefert. Wir erfahren nicht, was genau und warum der EUGH an dem deutschen Gesetz verboten hat.
Auch erwecken die TV-Nachrichten den fälschlichen Eindruck als sei Deutschland ein einsamer Planet im Universum und nicht von vielen EU- und anderen Staaten umgeben. Haben andere Länder keine gefährlichen Schwerverbrecher oder wie geht man dort mit ihnen um? Das ist schon allein darum wichtig, weil hunderttausende deutsche Eltern mit ihren Kindern jedes Jahr Urlaub im Ausland machen und da sollen die nicht wissen, ob und wie beispielsweise Italien, Spanien, Frankreich, Dänemark, Holland, Skandinavien seine hochgefährlichen Sexualverbrecher im Griff haben?
Ebenso erwecken unsere Leit- und Massenmedien den fälschlichen Eindruck, als gäbe es ausser den entlassenen Schwerverbrechern keine Mörder, Vergewaltiger, sadistische Körperverletzer die völlig unerkannt und ohne je angeklagt und verurteilt worden zu sein mitten zwischen uns leben und die wir für normale gesittete Mitbürger halten, vielleicht weil einige von denen sich einen weissem Kittel übergeworfen haben.
Dann kommen im Staats-TV zunehmend Leute zu Wort, die tatsächlich einer Art Ausbürgerung von unerwünschten Personen das Wort reden. So sagte etwa über Bischof Mixa jemand, es wäre besser gewesen, wenn Mixa für einige Zeit im Ausland geblieben wäre, und auch im aktuellen Fall eines aus der Sicherungsverwahrung entlassenen Verbrechers wird ja der Praxis zugeschaut wie der Mann von einem Bundesland zum nächsten vertrieben wird, bis er wohl irgendwann nur noch ins Ausland oder sich umbringen kann.

Freitag, 6. August 2010

Donnerstag, 5. August 2010

Big Brother Container

Wahrscheinlich bin ich mitlerweile der am längsten in diesem speziellen Big Brother Container existierende Bewohner. Aber wo bleibt die Siegerkohle, Ihr Schmarotzer?

Samstag, 31. Juli 2010

Vorsicht: Falscher Sozialismus

Wir erleben ja seit einiger Zeit eine Krise des Kapitalismus und folglich auch eine Renaissance sozialistischer Liebäugeleien und Bestrebungen. Erstaunlich ist, dass etliche dieser revolutionären und vermeintlich sozialistischen Anwandlungen aus dem Dunstkreis der Macht selber kommen. So begrüsst beispielsweise der eine oder andere TV-Kabarettist es mehr oder weniger deutlich, wenn gärender Unmut der Unterprivilegierten sich in Wut Bahn bricht. Auch manche prominente Webpräsenz publiziert und nachdenkt angbeblich für mehr Sozialismus. Aber ist das wirklich mehr Gerechtigkeit, Demokratie und Sozialismus, wofür sich diese Promis scheinbar ungehindert einsetzen? Die Macher der Nachdenkseiten und Kabarettist Georg Schramm stacheln im Namen des Sozialismus andere dazu an sich im Konflikt mit dem System eine blutige Nase zu holen, sitzen selber aber finanziell und informationell vom Machtsystem gut versorgt in ihren Eigenheimen und riskieren nichts. Können solche prominenten Ritter des Wortes glaubwürdig sein, wenn sie nicht auch mit entsprechenden Taten von sich reden machen? Es ist das gleiche Problem wie mit der Linkspartei: Viel reden und viel fordern, aber das dicke Geld dieser Salon-Sozialisten dient nur der Mehrung ihres eigenen Wohlstands, und wird nicht eingesetzt für die konkrete Umsetzung dessen was diese selbsternannten Sozialisten fordern.

Was aber wäre richtiger Sozialismus und was sind richtige Sozialisten? Sozial, das hat was mit den Menschen, der Bevölkerung zu tun; und weil je höher der Mensch kommt er desto mehr zum Funktionsträger und also weniger Mensch wird, darum hat das Soziale und der Mensch ganz besonders mit der sog Unterschicht, mit den einfachen Menschen zu tun.
Wahre Sozialisten setzen sich also dafür ein, dass der Mensch an sich zur Geltung kommt. Also geht es primär auch darum, die Menschen an Entscheidungen und Kontrollen über das was in der Gesellschaft und in den Machtschichten passiert zu beteiligen. Sozialismus und wahre Demokratie sind also eins. Echte Demokratie ist Sozialismus, und Sozialismus ist gelebte Demokratie. Wahre Sozialisten setzen sich also für echte Demokratie ein. Wahre, sozialistische Demokratie ist, wenn jede grosse Organisation, ob Behörde, Staatsbetrieb oder Firma und Konzern, ein eigenes Parlament oder einen Rat aus frei gewählten Kunden, Verbrauchern und anderen Betroffenen beigeordnet bekommt, das oder der den Betrieb kontrolliert und überwacht, Beschwerden und Kritik von Betroffenen nachgeht und mit umfassenden Rechten und Kompetenzen ausgerüstet ist. Ein bisschen wie ein Betriebsrat, nur eben von der Kundenseite. Dann gehört also zur Polizei ein Bürgerrat aus von der Bevölkerung gewählten Leuten, die die Polizeiarbeit aus ziviler Bürgersicht kontrolliert und Beschwerden nachgeht. Ebenso gehört zu jeder Klinik, jedem Krankenhaus, jeder Krankenkasse, zur Bahn und zurTelekom ein Bürgerrat, der diese Betriebe oder Branche überwacht und in Fragen der Geschäftspolitik berät oder sogar mitentscheidet. Dann wäre das aktuelle Problem Stuttgart21 vielleicht nie über die Phase einer konkreten Idee hinausgekommen und die Spitzelaffären bei Telekom und Bahn wären womöglich früher aufgedeckt worden oder gar nicht erst entstanden, weil beispielsweise ein Bahn-Rat weniger profilierungssüchtig wäre als es ein Korruptionsbeauftragter ist, der zuvor Staatsanwalt war und nun unbedingt spektakuläre Erfolge vorweisen will, wohingegen ein Rat aus gewählten Bürgern ganz solide und unspektakulär die Prinzipien von Transparency International angewendet hätte und damit ohne Spitzelei und geheimdienstähnlicher Überwachung Korruption bei der Bahn verhindert hätte.

Hingegen erleben wir nun von Seiten der Macht aber aus vermeintlich sozialistischer Warte das Bestreben zu angeblich mehr Sozialismus. Aber Sozialismus ist nicht wenn alle Betriebe verstaatlicht sind und der Staat der Alleinunternehmer ist, und mit dem durch solchen Zentralismus gesparten Geld auch für soziale Belange etwas abfällt - das ist Staatsmonopolkapitalismus. Denn es scheint so zu sein, dass man ein joviales, paternalistisches System installieren will, also uns dem weiterhin unmündigen Volk ein System vorsetzen will, das zwar mit sozialerem Anstrich daher kommt, aber letztlich die gleiche entmündigende staatliche Benutzeroberfläche wie momentan beibehält, und darum am Ende ein sog. Polizei-Sozialismus sein wird. Wobei Staat modernerweise nichtmehr den Nationalstaat meint, sondern ein globales Machtsystem von typischer Weise staatlichen Organisationen, also aus Geheimdiensten, Polizei, Justiz, Medien und Medizin, welche global vernetzt die globale Wirtschaft kontrollieren und lenken, die damit quasi verstaatlicht ist, aber das Ganze ist dennoch kein Sozialismus, sondern ein globaler, staatsmonopolkapitalistischer Faschismus mit sozialem Anstrich.

Menschenrechte DDR versus BRD

Beim Systemvergleich zwischen realem Sozialismus im Ostblock resp in der DDR auf der einen und dem Westen
insbesondere der BRD auf der anderen Seite, wird vom Westen auch jetzt noch im Rückblick gerne die Lage der Menschenrechte ins Feld geführt (Stichworte: StaSi, Unrechtstaat). Jedoch ein direkter Vergleich zwischen der normativen und der realen Lage in der DDR und der BRD ist etwa so als würde man eine demokratische und menschenrechtliche Bilanz des Polizeiapparats allein anhand der Situation im Büro des Polizeipräsidenten erstellen.
Anders gesagt: Der Kapitalismus braucht ständiges Wachstum und darum ein "Aussen" das er ausbeuten und wohin er seine Menschenrechtsverletzungen "outsourcen" kann. Beispielsweise das ehemalige Apartheidregime in Südafrika:

video

Das heisst, man muss die Verbrechen des Apartheidregimes in Südafrika auch der Menschenrechtsbilanz Westdeutschlands negativ anrechen, und der DDR eine positive Bilanz zugestehen. Wenn man also den Tunnelblick des Westens weitet, fällt unterm Strich die Menschenrechtsbilanz für die BRD womöglich verheerender aus als für die DDR.

Manche werden einwenden, diese Betrachtung und Kritik ist nicht neu, schon seinerzeit habe es in Westdeutschland Kritik an der politischen Praxis des eigenen Landes gegeben, was ja ein gutes Zeichen von Pressefreiheit und Demokratie ist.
Also während die DDR schon von vornherein die Menschenrechte im Ausland aktiv mitverteidigt hat, war Westdeutschland jahrzehntelang an staatlichen Verbrechen beteiligt aber hat immer auch innere Stimmen gehabt die das kritisiert haben. Also etwa wie ein Serienvergewaltiger oder -mörder, der weiss dass er Verbrechen begeht weil sein Gewissen ihm das immer wieder sagt, aber die Verbrechen nicht verhindern kann. Westdeutschland demnach ein schizophrener Psychopath.

Übrigens hat Nelson Mandela nach dem Sturz des Apartheidregimes einen seiner ersten Staatsbesuche im sozialistischen Kuba gemacht und Fidel Castro gedankt für dessen militärisches Engagemnt in Angola, was wesentlich mit zum Sturz des Apartheid-Regimes in Südafrika beigetragen habe.

Linkspartei-Bonzen unglaubwürdig

Neulich hat Linkspartei-Promi Lafontaine bei ZDF-Illner die Frage nach der Glaubwürdigkeit reicher Linkenpolitiker mit drei Argumenten gekontert:

Die Linke trete ja grade für die stärkere Besteuerung Wohlhabender ein, also träfe es auch ihn und die anderen eigenen reichen Leute, woran man die Glaubwürdigkeit Lafontaines und der Linken erkennen könne.

Es sei noch nie in der Geschichte so gewesen, dass die Armen sich erfolgreich für die Armen engagierten, sondern es waren immer Wohlhabende, die mit ihrem Reichtum soziale Belange gefördert haben, wie etwa der Unternehmer Engels (gemeint war wohl der Vater von Friedrich Engels, dem Kompanion von Karl Marx).

Auch zeige die jüngste Initiative einiger Superreicher in den USA, die eine Hälfte ihres Vermögens fürs Gemeinwohl spenden wollen, dass das Soziale von den Reichen ausgehe.


Keines von Lafontaines Argumenten erscheint stichhaltig!
Die Initiative einiger Superreicher in den USA ist eine Aktion von Kapitalisten; von Sozialisten muss man also mehr persönliches soziales Engagement erwarten dürfen. Wann spenden Lafontaine, Gysi und Ernst die Hälfte ihres Vermögens? Ist es links, dass reiche Kapitalisten und nicht reiche Sozialisten mit gutem Beispiel vorangehen?

Der Unternehmer und Vater von Friedrich Engels hatte sein Geld offenbar nicht gescheffelt und angehäuft, wie Lafontaine und sein Kollege Ernst, was ja kapitalistisch ist, sondern Unternehmer Engels und später sein vermutlich reich geerbt habender Sohn Friedrich Engels hatten ihr Vermögen für soziale Belange und die Sache des Sozialismus/Kommunismus verwendet. Marx und Engels sagen: Das alles regierende Gesetz des Kapitalismus sei die Geldvermehrung, was insbesondere der Arbeiterklasse zum Schaden gereiche. Marx wandte sich daher gegen die konstituierenden Prinzipien des Kapitalismus (Ware, Eigentum, Kapital). Zitat aus: "Sozialismus" Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2000. Es kommt also nicht allein darauf an ob jemand reich ist, sondern wie er seinen Reichtumg erlangt hat - also ob es ihm als Erbe oder Lottogewinn zugefallen ist und dann sozialistisch ausgegeben wird, oder ob jemand es scheffelt und anhäuft und durch Trickserei und Betrug erworben hat - und was ein Reicher mit seinem Geld macht. Was machen Lafontaine, Gysi, Ernst und andere Linke-Promis mit ihrem finanziellen Reichtum? Gesine Lötsch beispielsweise spendet einen Teil ihres Geldes - Lafontaine und Co häufen es offenbar nur an - predigen uns Sozialismus, verhalten sich selbst aber kapitalistisch.

Die Vermögenssteuer und die Einkommensteuer, um die es geht und von denen Lafontaine redet, können nur auf Bundesebene eingeführt werden; und da die Linkspartei trotz mehrerer grosser Wahlerfolge in den letzten Jahren dennoch nichtmal auf Länderebene in einer Regierung steht, erscheint es ausgeschlossen, dass die Linke jemals in einer Bundesregierung vertreten sein und die Gesetze machen wird. Lafontaine und seine Linke fordern also etwas, von dem alle wissen, dass es ihn und seine anderen reichen Parteigenossen niemals treffen wird. Das ist heuchlerisch und zynisch. Denn wer oder Was hindert Lafontaine, Ernst und seinesgleichen daran, jenes Geld und mehr, welches ihm bei einer von der Linken geforderten Vermögens- und erhöhter Einkommensteuer abgezogen würde, schon jetzt für bestimmte Projekte zu investieren? Glaubwürdig wären Lafontaine und seine ähnlich reichen Spiessgesellen allein dann, wenn sie mit ihrem Vermögen ausserhalb ihres Polit-Theaters linke Projekte aufbauen und finanziell fördern würden!
Greenpeace hat es doch schon vor langem vorgemacht: Man hat nicht nur protestiert, Greenpeace hat u.a. auch den ersten klimafreundlichen Kühlschrank mitgebaut und damit eine kleine Lawine ins Rollen gebracht.
Wie können Lafontaine, Gysi und Co zugucken und anprangern bei dem was schiefläuft in diesem Lande, und dennoch keinen Euro ihres Vermögens dafür einsetzen dass die Dinge besser werden, auch ohne dass die Linkspartei in einer Regierung sitzt? Und gäbe es eine bessere Werbung für die Linkspartei, als real existierende, erfolgreiche linke Projekte?
Warum baut die Linke keine ausserparlamentarischen Organisationen auf, die beispielsweise medizinische Begutachtungen ins Ausland vermittelt? Denn in Deutschland fehlt ein seriöses medizinisches Gutachterwesen, worunter natürlich zuerst und vor allem die Armen und Entrechteten zu leiden haben, und es heisst immer, der Sozialismus sei besonders internationalistisch. Da liegt es doch nahe, in dieser Hinsicht aktiv zu werden. Aber tatsächlich kommt da gar nix von den Linken-Promis, die sich sozialistisch nennen, aber aus dem Rahmen ihres bequemen und üppig dotierten kapitalistischen Marionetten-Theaters nicht heraustreten.

Respektabel finde ich allerdings das Verhalten der Linkspartei in NRW. Ohne lukrative Ministerposten ist die Linke dennoch zu einer Stützung der rot-grünen Regierung bereit, mittels Duldung. Das halte ich für demokratisch und das halte ich für links.