Mittwoch, 25. Mai 2011

Nicht nur Guttenberg: Kohle machen mit fremden Federn: Nachdenkseiten.de

Zugegeben: die tägliche Zusammenfassung kritischer Texte aus der hiesigen Medienlandschaft, und deren Bereitstellung unter "www.nachdenkseiten.de", ist für interessierte Leser eine hilfreiche Sache.

Dennoch stellen sich zwei Fragen:
Warum der Trick, nicht die zitierten Fremdtexte zu kennzeichnen, mittels Gänsefüsschen oder Kursivschreibung, sondern die eigenen Kommentare? Dadurch erscheinen die umfangreich zitierten Fremdtexte, die wohl rund 90% des Webangebots der Nachdenkseiten.de ausmachen, dem Leser subjektiv als Texte von den Machern der Nachdenkseiten selbst, obwohl sie tatsächlich von anderen verfasst wurden.

Wenn man - wie die Nachdenkseiten.de - als gemeinnützig auftritt und erfolgreich um Spenden wirbt, warum werden weder die Aufwändungen / Kosten noch die Einnahmen und ihre Verwendung offen gelegt?
Potentielle Spender wissen so auch nie, ob bis kurz zuvor vielleicht schon genug gespendet wurde oder ob noch Bedarf besteht und wie hoch der ist; und falls Überschüsse vorhanden sind, wie die angelegt werden. Haben die Nachdenkseiten was zu verbergen? Eifern die dem Bimbes-Kanzler Kohl nach?

Montag, 23. Mai 2011

Den DSK auch hier mit Ärzten machen?

Das möchte ich als Nachricht im TV sehen:
Eine Patientin hatte das Krankenhaus verlassen und bei Polizei oder Staatsanwaltschaft einen Krankenhausarzt der schweren, gefährlichen Körperverletzung bezichtigt, worauf Polizei oder Staatsanwalt ein Festnahme-Kommando losschicken, das den angezeigten Arzt noch im Krankenhaus verhaftet oder oder seiner Privatvilla herausholt, vor laufenden TV-Kameras in Handschellen herausführt und vor Fernsehkameras dem Haftrichter vorführt. Bei zigtausend schwerverletzten und getöteten Patienten jedes Jahr durch Ärztepfusch, wären das jeden Tag mehrere Arzt-Verhaftungen - man könnte auf einem extra TV-Kanal rund um die Uhr senden.

Rede von US-Präsident Obama an die "MENA-Region"

In seiner Rede (manchen nennen sie "Rede zum Arabischen Frühling") an die Menschen in der Region des "Mittleren Ostens und Nord-Afrikas" sagt Obama quasi, Al Kaaida habe die richtigen Ziele, nur die falschen Methoden:

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"Die Menschen in der Region haben mehr Veränderungen in sechs Monaten erreicht, als Terroristen in Jahrzehnten bewirkt haben."

Also Bin Ladin / Al Kaaida und die aktuellen Volksaufstände in Arabien haben die gleichen richtigen Ziele, nur die Mittel ihrer Durchsetzung sind bei Al Kaaida falsch; allein die Gewalttätigkeit mit welcher Al Kaaida die richtigen Ziele durchzusetzen versuche, wird verurteilt, denn Gewalttätigkeit steht nur den USA und ihren Alliierten zu.

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Immer wieder Gewalt-Videos aus U-Bahnstationen

wann endlich gibt es regelmässige Video-Aufzeichnungen von Ärzten im Operationssaal?!
Farbkameras und Speicherplatz sind heutzutage für 'nen Appel und 'n Ei zu haben. Wer oder was hindert daran, die wohl mit riskantesten, gefährlichsten und umstrittensten Orte dieses Landes, nämlich Operationssäle, endlich ebenfalls offiziell mit Kameras zu überwachen? Heimlich geschieht das womöglich häufiger als wir alle denken. Wenn demnächst die zentrale Speicherung all unser Arzt-Kontakte und sämtlicher Patienten-Daten kommt, gibt es ohnehin keine medizinische Privatsphäre mehr.

Sonntag, 22. Mai 2011

Art der Griechenlandhilfe stört auch Österreicher

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Wie gesagt, für eine bessere Hilfe für die Griechen halte ich eine Umstellung unseres Konsums auf möglichst viele griechische Produkte.

Desweiteren sollte man endlich erörtern, in welchen Bereichen die Griechen ihren Staatshaushalt von konsumtiver auf mehr investive Ausgaben umstellen können (vom dummen zum intelligenten Sparen), darüber habe ich in den deutschen Medien noch nie etwas gehört! Wohl weil ein mehr investives Sparen zu einer Stärkung der griechischen Wirtschaft und damit nachhaltigen Konsolidierung des griechischen Staatshaushalt führen würde, was Griechenlands Abhängigkeit von den starken EU-Staaten, wie Deutschland und Frankreich, vermindern würde, was die offenbar nicht wollen, und es wäre eine Art Umverteilung der Kräfte und Vermögen innerhalb der EU, weg von den starken, reichen, hin zu den schwächeren Staaten, was die Starken eben auch zu verhindern wissen, wie wir grade erleben; und die Medien machen dabei mit. Raubtierpolitik.

Samstag, 21. Mai 2011

Huch: Ein Frontalangriff aus dem Fernseher




Danach sass ich für den Bruchteil einer Sekunde so vorm Fernseher

Donnerstag, 19. Mai 2011

ESC-Nachbetrachtungen

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Das scheint ziemlicher Humbug zu sein. Die Nationen sitzen im Greenroom grade mal ein bis drei Stunden, und mindestens schon im letzten Jahr sass jede Nation in einer eigenen Box. Der Greenroom in diesem Jahr glich einer Bienenwabe: Jedes Land wurde in eine eigene Wabe gesteckt und war somit von allen anderen isoliert. Und was ist der Kurzaufenthalt im Greenroom gegen die wahrscheinliche Tatsache, dass der ganze Contest ein politisches Instrument ist - quasi die Fortsetzung der Politik mit unterhaltsamen Mitteln (siehe weiter unten).



Übrigens könnte man die runde Bühne davor als Stelle in einem Bienenkorb ansehen, wo eine Biene vor allen anderen den sog. Schwänzeltanz vorführt.

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Mittwoch, 18. Mai 2011

Merkwürdige Design-Ähnlichkeiten


Das Bühnen-Design auf Lenas Konzert in Frankfurt.
Das Studio-Design des 3sat Magazins Kulturzeit in Mainz.
Das Bühnen-Design des ESC in Düsseldorf.
Ist es das Resultat aus dem zentralen Umgang mit sowas wie einen sog. Frequenzkamm ?

Dienstag, 17. Mai 2011

Meine FilmKritik: Die Mothman-Prophezeiungen

Meine Filmkritik beschäftigt sich mit dem Inhalt des Films, nicht mit seiner künstlerischen Form und Machart. Vorneweg wieder die Feststellung, dass meiner Einschätzung nach solche Spielfilme einerseits interessante wahre Tatsachen beschreiben, die von einem Wust abstruser filmischer Spielereien und Phantasien umhüllt sind, sodass der unvoreingenommene Zuschauer nicht das eine vom anderen unterscheiden kann und somit keinen Erkenntnisgewinn erzielen kann. Weiterlesen

Montag, 16. Mai 2011

Doku auf ARD 1Extra: MotorradRockerkrieg

Zwei Dokus zum Thema kriminelle Motorradrockerbanden, also konkret der Krieg zwischen Bandidos und Hells Angels. Die Filmemacher schien weniger zu stören, dass es um Menschenhandel, Zwangsprostituion, Drogen- und Waffenhandel geht, als die Tatsache, dass diese Geschäfte in der Hand von Motorradrockerbanden sind, die das staatliche Gewaltmonopol nicht anerkennen. Viele auf der Hand liegende Fragen wurden nicht beantwortet. Etwa die, warum ausgerechnet Motorradrocker diese Geschäfte betreiben und beherrschen. Menschenhandel und Prostitution lassen sich schlecht auf Motorrädern bewerkstelligen, Waffen und Drogen in grossen Mengen schlecht auf Motorrädern transportieren.
Es wurde behauptet, die beiden Motorradgängs würden alle anderen Motorradclubs in ihrer Umgebung verdrängen oder absorbieren. Konkret wurde das aber an keiner Stelle veranschaulicht, blieb also blosse Behauptung.

An einer Stelle sagte einer der Rocker, die Polizei habe bei der gewaltsamen Schliessung einer Niederlassung der Rocker auch die Privatbereiche total leer geräumt, was für ihn der Beleg sei, dass es dem Staat nicht um Recht und Gesetz, sondern um Plünderung und Wertabschöpfung eines Machtkonkurrenten gehe.
Tatsächlich: Unterm Strich könnte man den Eindruck haben, letztlich gehe es im Film nicht darum, Menschenhandel, Zwangsprostitution, Drogen- und Waffenhandel zu minimieren, sondern unausgesprochen darum, dass die Rockerbanden endlich das Machtmonopol des Staates anerkennen, sich dem Staat als dem mächtigeren Konkurrenten unterwerfen und ihn an ihren Einnahmen beteiligen sollen.
Übrigens: Haben wir alle nicht gelernt, dass Monopole nicht gut sind, gar gefährlich?

Samstag, 7. Mai 2011

Berliner U-Bahn Gewalt-Video zeigt Szenen doppelt



Das aktuelle Video über eine Gewalttat in einer Berliner U-Bahnstation wurde auch grade von der ZDF-Sendung Frontal 21 gezeigt. Ohne Hinweis darauf, dass es so geschnitten wurde - von wem auch immer -, dass einige Momente zweimal zu sehen sind. Der Film zieht die tatsächliche Gewalttat also künstlich in die Länge, soll offenbar Stimmung machen, durch Manipulation der Zuschauer. Frontal 21 hat sicherlich die Möglichkeit gehabt, von den Berliner Verkehrsbetrieben eine ungeschnittene Version zu besorgen, zeigt aber bequem und manipulativ die verlängerte Version, betreibt also ebenfalls Manipulation der Zuschauer. Im Einzelnen:

Bild 1: Die Moderatorin hält ihr Gesicht in die Kamera und zeichnet somit auch für die Manipulation mitverantwortlich.

2: Eine spätere Szene im Video: Der Träger des weissen Kapuzenpulli ist für einen Moment fast aus dem rechten Bildrand herausgetreten.

3: Der Träger des Kapuzenpulli geht nach vorne, um dann zusammen mit dem Gewalttäter den Tatort zu verlassen.

4: Bildschnitt

5: Zurück zur selben Szene von Bild 2, aber nun als vergrösserter Ausschnitt (warum, bleibt unklar)

6: Die selbe Szene wie in Bild 3, aber vergrössert.

Wer das Video nur so sieht, wie es hier und da im TV gezeigt wird, wird schwerlich bemerken, dass einige Szenen zweimal vorhanden sind. Vielleicht bewirkt der Schnitt sogar das Gegenteil: Man bemerkt irgendwie einen Schnitt, aber assoziiert das unbewusst mit dessen üblicher Verwendung, nämlich der Zusammenkürzung überlanger Szenen. Die Zuschauer denken also womöglich, man zeigt uns wiedermal eine um die schlimmsten Szenen gekürzte Version. Dass das Video tatsächlich künstlich verlängert wurde, können die meisten Zuschauer schwer erkennen. Im Kontext des gesamten Fernsehbeitrags ist es blanke Stimmungsmache und versuchte Manipulation der Justiz, mit unseriösen, unjournalistischen Methoden.

Bin Ladin

"Nachdem sie dich gebrochen haben, sind sie sehr nett zu dir" [Mitteilung an einen jungen Menschen, von Wolfgang Neuss]
Nachdem der Westen Bin Ladin umgebracht hat, bringen unsere TV-Sender romantische Bilder und Kommentare über ihn.

Freitag, 6. Mai 2011

3 Blogs

Was hier nicht steht, steht vielleicht da oder dort

Empört Euch?

Der Buchtitel "Empört Euch!" von Stephane Hessel erinnert an den von Peter Sloterdijk: "Du musst Dich ändern!"; und beide wiederum an die "Kleine Fabel" von Franz Kafka.

Also wenn Teile der Macht-Eliten, nämlich das Staatsfernsehen, uns Unterdrückten, Entrechteten und Ausgebeuteten empfiehlt, uns zu empören, dann erscheint das absurd.

Wenn ich demnächst vielleicht das obige Buch von Hessel in die Hand bekomme, werde ich es darauf hin lesen, ob und wie der alte, gute, sypmpathische Mann mit seinen Beschreibungen und Empfehlungen vielleicht gewollt oder ungewollt den heute Mächtigen in die Hände spielt.

Donnerstag, 5. Mai 2011

Staatsfernsehen attestiert deutscher Medizin hohes Niveau



Extrem hohe Hygienestandards:

siehe auch:da und dort

und viel High-Tech: